Landsgemeinde

Appenzell

26.
أبريل

12:00 سي إي تي CET

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Jedes Jahr am letzten Sonntag im April versammeln sich rund 3000 Stimmberechtigte auf dem Landsgemeindeplatz in Appenzell zur Landsgemeinde, dieser Urform der Demokratie, die es neben dem Kanton Glarus nur noch in Appenzell Innerrhoden gibt.
Zugelassen sind Kantonsbürgerinnen sowie niedergelassene Schweizer Bürger ab 18 Jahren. Als Berechtigung zur Teilnahme dient seit 1991 die Stimmkarte, für die Männer allerdings auch das sogenannte Seitengewehr, ein in der Regel von Generation zu Generation weiter gegebener Degen, bis 1991 einziger Stimmrechtsausweis.

Die Landsgemeinde beginnt mit dem Festgottesdienst (09.00 Uhr) in der Pfarrkirche St.Mauritius - wo sich die Landsgemeinde früher bei schlechtem Wetter versammelte. Vom Rathaus aus bewegt sich der Aufzug (12.00 Uhr) bestehend aus Standeskommission (Kantonsregierung), Kantonsgericht, den Rhodsfähnrichen mit ihren farbigen Bannern sowie den Ehrengästen zum Landsgemeindeplatz. Dort besteigt die Regierung mit dem Landweibel den "Stuhl" genannte Tribüne. Nach der Begrüssung fasst der Landammann die Staatsrechnung zusammen und eröffnet die Diskussion. Nun kann jeder und jede Stimmberechtigte den Stuhl betreten und Anliegen oder Kritik vorbringen.

Die Landsgemeinde wählt zwei Landammänner und die übrigen fünf Mitglieder der Standeskommission (Exekutive), die je einem Departement vorstehen sowie die Mitglieder des Kantonsgerichts und dessen Präsidenten. Kurios muten heute die historischen Titel der Regierungsräte an: Landammann (Präsident der Regierung) - deren gibt es zwei, sie wechseln sich im Zweijahresturnus als regierender und stillstehender Landammann ab, Statthalter (Vorsteher des Gesundheits- und Sozialdepartements), Säckelmeister (Finanzdepartement), Landeshauptmann (Land- und Forstwirtschaftsdepartement), Bauherr (Bau- und Umweltdepartement), Landesfähnrich (Justiz-, Polizei- und Militärdepartement). Abgestimmt wird durch Hochhalten der rechten Hand. Kann das Mehr nicht abgeschätzt werden, muss einzeln ausgezählt werden. Dieses Prozedere gilt auch für die den Wahlen folgenden Sachgeschäfte.

Die Landsgemeinde erlässt und revidiert die Kantonsverfassung und die Gesetze, befindet über grössere Finanzbeschlüsse und Initiativen. Es kann über jede Vorlage diskutiert werden. Ausserdem darf jede Stimmbürgerin und jeder Stimmbürger Vorschläge machen, die schriftlich vor dem 1. Oktober des Jahres vor der Landsgemeinde abgeliefert werden müssen. Vorschläge für Wahlen erfolgen durch Zuruf.


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Appenzell

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