Geschichte der Schweiz

Von den Anfängen zur Gegenwart.

Ein grosser Teil des Territoriums der heutigen Schweiz ist gebirgig. Umso bedeutender für die Entwicklung waren deshalb die Alpenpässe bzw. die verschiedenen Mächte, die diese wichtigen Kommunikations- und Handelswege zu kontrollieren versuchten.

Die unzugänglichen Berge mit ihren speziellen Lebensbedingungen boten Schutz und viel Freiheit, da es für fremde Mächte langfristig schwierig war, ihre Regeln durchzusetzen. So konnten die Menschen eigene Traditionen und Regierungsformen entwickeln. Letztlich begünstigte die Lage auch die Neutralität. Sie besteht seit 1515 und diente auch den Nachbarländern, indem sie eine Art Sicherheitszone zwischen den europäischen Staaten bildete. Der Staat Schweiz, den wir heute kennen, erhielt seine jetzige Gestalt erst 1848. Vor dieser Zeit kann man nicht von einer eigentlichen Schweizer Geschichte sprechen. Es ist die Geschichte verschiedener Territorien, die bis 1848 allmählich zur heutigen Schweiz zusammengewachsen sind.

Von den Anfängen zu den Römern

Die ältesten Spuren menschlicher Existenz sind ca. 150'000 Jahre alt, das älteste gefundene Werkzeug aus Feuerstein ist ca. 100'000 Jahre alt.

Das Territorium der heutigen Schweiz durchlief eine ähnliche Entwicklung wie das übrige Europa. Die ersten Jahrhunderte waren geprägt von Migrationsbewegungen. Dies führte dazu, dass das Gebiet von verschiedenen Völkern besiedelt wurde. Mit der Herrschaft der Römer breitete sich auch das Christentum aus, die Kirche mit ihren Bistümern und Klöstern wurde zu einer wichtigen Landbesitzerin. Gleichzeitig vermehrten adlige Familien ihre Macht durch Eroberungen, Erbschaften und Heiratspolitik. Für eine kurze Zeit kontrollierte der Frankenkönig Karl der Grosse einen bedeutenden Teil Westeuropas. Eine weitere Machtebene kam 962 dazu, als der deutsche König Otto I. den Papst dazu überreden konnte, ihn zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches zu ernennen.

Erste Siedler in der Schweiz

Die Entdeckung der Pfahlbauten galt als Sensation – denn bis anhin wusste man kaum etwas über die Geschichte der Schweiz vor der Zeit der Helvetier und Römer.

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Unter römischem Einfluss

Quelle: http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/456580'

Die Mittelland ansässigen Helvetier versuchten 58. v. Chr., den nach Westen drängenden Germanen auszuweichen und nach Südfrankreich auszuwandern. Cäsar schickte die Helvetier zurück und siedelte sie als "Puffervolk" an.

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Die Schweiz nach den Römern

Quelle: http://www.steppenreiter.de/hunnen.htm

Nach dem Abzug der Römer setzte von Norden her allmählich die alamannische Besiedlung der Schweiz ein. Die Westschweiz ging an die Burgunder, während die Alpengebiete von gallo-romanischen Lokalherrschern dominiert wurden.

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Der Aufstieg des Christentums

Anfänglich von Römern in die Schweiz gebracht, verbreitete sich das Christentum erst im 6. Jahrhundert, als Wandermönche aus Irland mit der Gründung von Klöstern begannen.

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Unter deutscher Herrschaft

Quelle: http://www.welterbe-speyer.de/index.php?id=194&L=

Gestützt auf Adelsfamilien, nichtadlige Gutsbesitzer, Äbte und Bischöfe herrschte der deutsche Kaiser Konrad II. über weite Teile West- und Zentraleuropas – und brachte 1032 die schweizerischen Territorien zusammen.

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Die Schweiz im Spätmittelalter

Das Jahr 1291 wird traditionsgemäss als Gründungsjahr der Eidgenossenschaft betrachtet – als sich drei ländliche Talschaften zusammenschlossen, um gegen Übergriffe von aussen besser gewappnet zu sein.

Im 14. und 15. Jhd. entwickelte eine lockere Föderation mit ländlichen und städtischen Mitgliedern. Ende des 15. Jhds. war sie stark genug, um die Machtverhältnisse in Europa zu beeinflussen. In verschiedenen Kriegen bewiesen die Eidgenossen Mut und Einfallsreichtum, was ihnen den Ruf eines gefürchteten Kriegsgegners eintrug. Die Erweiterung der Eidgenossenschaft ging auf unterschiedlichen Wegen vor sich. Einige Gebiete traten freiwillig und als gleichberechtigte Mitglieder bei, andere wurden mehr oder weniger gezwungen. Die Mitglieder der Eidgenossenschaft verwalteten vorwiegend die Angelegenheiten ihrer Region. Regelmässig trafen sich jedoch auch Abgeordnete der einzelnen Gebiete, um Fragen von allgemeinem Interesse zu diskutieren.

Aufstieg der Schweizerischen Eidgenossenschaft

Quelle: http://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Picswiss_UR-25-09.jpg

Der Freiheitswillen einiger aufmüpfiger Bergbauern in ihren Stammlanden veranlasste die Habsburger, ihre Machtansprüche mit Waffengewalt durchzusetzen. Dabei erlitten sie schwere Niederlagen – während die Eidgenossen immer selbstbewusster wurden.

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Unstimmigkeiten und Burgunderkriege

Die Beziehungen zwischen den Eidgenossen und anderen Teilen der heutigen Schweiz waren sehr unterschiedlich. Auf Anstiften Berns und des französischen Königs traten die Eidgenossen 1474 in den Krieg mit dem Burgunderherzog Karl dem Kühnen, der in drei Schlachten vernichtend geschlagen wurde.

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Unabhängigkeit und Ende der Expansion

Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Battle_at_Schwaderloh.jpg?uselang=de

Nach den erfolgreichen Schwabenkriegen richtete sich das Interesse der Zentralschweiz nun auch gegen Süden. Die Grossmachtträume der Eidgenossen kamen schliesslich mit der vernichtenden Niederlage bei Marignano zu einem Ende.

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Reformation und 17. Jahrhundert

Das 16. Jahrhundert war in ganz Westeuropa geprägt von der Reformation, einer Bewegung, welche das westliche Christentum in zwei Lager teilte.

Auch wenn die Aufstände und Zerstörungen auf einer religiösen Ebene ausgefochten wurden: Sie reflektierten vor allem auch den Wunsch nach gesellschaftlichen Veränderungen sowie die sozialen Spannungen, die vornehmlich zwischen Stadt und Land herrschten. Im 17. Jahrhundert zeichnete sich die Entwicklung zur modernen Schweiz ab – ausgelöst durch den Dreissigjährigen Krieg (1618-1648). Während weite Teile Europas an diesem Krieg beteiligt waren, blieb die Eidgenossenschaft neutral. Eine wichtige Folge des Dreissigjährigen Kriegs war die Unabhängigkeit vom Heiligen Römischen Reich, die im Westfälischen Friedensvertrag festgehalten wurde.

Zwei Reformatoren: Zwingli und Calvin

Das 16. Jhd. war geprägt von Reformationen, Gegenreformationen und Glaubenskriegen - aber auch von Erneuerungen innerhalb der katholischen Kirche.

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Auseinandersetzungen und Religionskriege

Das 16. Jhd. war geprägt von Reformationen, Gegenreformationen und Glaubenskriegen - aber auch von Erneuerungen innerhalb der katholischen Kirche.

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Politische Struktur im 17. Jahrhundert

Die Rechte und Freiheiten innerhalb der Eidgenossenschaft waren je nach Ort sehr unterschiedlich. Es gab Landkantone, Stadtkantone, von Adeligen dominierte Städte, von Vögten regierte Gemeine Herrschaften sowie Untertanengebiete.

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Dreissigjähriger Krieg und Unabhängigkeit

Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:The_Hanging_by_Jacques_Callot.jpg?uselang=de

Der Eidgenossenschaft gelang es, sich aus dem 30jährigen Krieg herauszuhalten – eine Einmischung hätte auf Grund konfessioneller Gräben zum Zusammenbruch der Eidgenossenschaft geführt.

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Bauernaufstände und Religionsfriede

 Quelle: http://www.villmergerkriege.ch/Historische%20Gem%C3%A4lde/

Während vor eine Geldabwertung zu einem Bauernaufstand führte, führten konfesionelle Gräben zu den Villmergerkriegen, die in der Herstellung eines ausgeglichenen Religionsfriedens mündeten und einer Beendigung der katholischen Vorherrschaft.

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18. und 19. Jahrhundert

1798 marschierten französische Truppen ein und riefen einen Einheitsstaat aus. Später wurde das alte kantonale System wiederhergestellt – wenn auch in zentralistischerer Form.

1798 fielen französische Truppen in der Schweiz ein und errichteten die zentralistische Helvetische Republik. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte war die Schweiz gezwungen, ihre Neutralität aufzugeben und den Franzosen Soldaten zur Verfügung zu stellen. Der Grundstein für die moderne Schweiz wurde schliesslich nach dem Sonderbundskrieg mit der Annahme der Verfassung von 1848 gelegt. Sie brachte eine zentralistischere Form und einen einzigen Wirtschaftsraum, der den kantonalen Rivalitäten ein Ende setzte und so eine wirtschaftliche Entwicklung ermöglichte. Trotz dieser Fortschritte war das 19. Jhd. eine schwierige Zeit für viele Menschen in der Schweiz. Armut, Hunger und schlechte Arbeitsaussichten führten zu einer Auswanderungswelle, u.a. nach Nord- und Südamerika.

Machtstrukturen, Wirtschaft, Gesellschaft

Wie schon im 16. und 17. Jahrhundert kam es auch im 18. Jahrhundert zu vereinzelten Aufständen des Landvolkes gegen die "gnädigen Herren". Auch in der Schweiz war man unzufrieden mit der alten Herrschaft.

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Französische Revolution, Helvetische Republik

Nach dem Einmarsch der Franzosen erlebte die Helvetische Republik mindestens vier Staatsstreiche zwischen 1800 und 1802 und ging letztlich im inneren Chaos unter.

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Napoleon und die Schweiz

Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Napoleon_Wagram.jpg?uselang=de

Napoleon kam zur Einsicht, dass ein Einheitsstaat in der Schweiz zum Scheitern verurteilt war und verschrieb der Schweiz deshalb eine Verfassung, die auf der Eigenständigkeit der Kantone beruhte.

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Restauration und Sonderbundskrieg

Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Eidg_Generalstab_Sonderbundskrieg.jpg?uselang=de

Der Weg vom Staatenbund zum Bundesstaat ist eine Geschichte von Provokationen und Machtkämpfen zwischen Progressiven/Liberalen und Konservativen – vielfach ausgetragen auf einer religiösen Ebene.

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Bundesverfassung und 19.Jahrhundert

Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesverfassung_1848_Schweiz.jpg?uselang=de

Nach der Niederlage des Sonderbundes sahen liberale und radikale Befürworter einer stärkeren Zentralgewalt die Gelegenheit gekommen, ihr Anliegen umzusetzen. Dennoch gewährten sie den Kantonen weitgehende Selbstbestimmung.

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Die Schweiz im 20. Jahrhundert

Das 20. Jhd. war allgemein geprägt von einer Reihe markanter Entwicklungen auf politischen, wirtschaftlichen und sozialen Ebenen.

Innenpolitisch fand ein Wandel in Richtung Mehrparteiensystem statt. Während zu Beginn des Jahrhunderts eine Partei alle Posten in der Regierung (Bundesrat) besetzt hielt, waren Ende des Jahrhunderts vier Parteien im Bundesrat vertreten. Das Agrarland Schweiz entwickelte sich zu einem Industriestaat, was zur Folge hatte, dass mehr Menschen ein - als auswanderten, der Lebensstandard erhöhte sich beträchtlich. Arbeitsbedingungen und die soziale Sicherheit wurden immer besser, das Warenangebot reichhaltiger. Mit der Entwicklung der Exportwirtschaft änderte sich auch das Verhältnis zu Europa und dem Rest der Welt. Politisch blieb die Schweiz zwar neutral – sie beteiligte sich nicht aktiv an den beiden Weltkriegen - die Neutralität war jedoch immer wieder Gegenstand heftiger Diskussionen.

Der Erste Weltkrieg

Die rohstoffarme, aber hoch industrialisierte und vom Tourismus abhängige Schweiz konnte nur durch Verhandlungen mit den kriegsführenden Parteien die minimale Versorgung mit Rohstoffen sicherstellen.

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Die Zwischenkriegszeit in der Schweiz

<a href='http://www.alt-zueri.ch/feldpost/geschichte/5_feldpostdienst_zwischenkriegszeit.htm'>Quelle</a>

1918 lebte ein Sechstel der Bevölkerung unter dem Existenzminimum. Die Verbitterung und Entfremdung zwischen Arbeiterschaft und Bürgertum verfestigte sich in den folgenden Jahren noch.

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Der Zweite Weltkrieg

Die "Geistige Landesverteidigung" betonte gegenüber dem ausgeprägten Nationalismus der Faschisten die Eigenständigkeit der Schweiz und den Wert ihrer kulturellen Vielfalt.

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Die Schweiz als Wohlstandsgesellschaft

Quelle: http://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:R%C3%BCtlirapport.jpg

Als kleines, aber schon früh industrialisiertes Land konnte sich die Schweiz dank im Maschinenbau, in der chemischen und pharmazeutischen Industrie sowie bei den Finanzdienstleistungen auf den Weltmärkten etablieren.

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