Altes Spital

Solothurn

Stadt Solothurn 3

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Stadt Solothurn

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Solothurn

Solothurn

Solothurn, Steinbrugg

Solothurn, Steinbrugg

Ob als Spital, als Waisenhaus oder als Herberge für Handwerker – das Alte Spital Solothurn ist seit der ersten Erwähnung im 14. Jahrhundert ein Ort der Begegnung und der Gastfreundschaft.

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Um 1420 wurde zwischen Kirche und Bürgergemeinde lange hin und her gestritten bis es zu einer Einigung bezüglich des Spitals kam. Da das Spital nicht nur Kranke, sondern auch Arme, Waisen, wandernde Handwerker, Pilger und Bettler beherbergte, wurde nicht nur materielle, sondern auch sittliche und religiöse Unterstützung angeboten. Entsprechend wurde neben dem Spital dann auch eine Kirche gebaut.

Zwischen 1726 und 1729 zwangen Baufälligkeit und Platzmangel zu einem Anbau an der Westseite der Kirche. Fortan wurde das Haus in ein unteres und ein oberes Spital aufgeteilt. Für die Waisenkinder wurde im unteren Spital eine eigene Anstalt eingerichtet.

1734 zerstörte ein Brand die Kirche und grosse Teile des Spitals. In der Folge entstanden das neue Schwesternhaus, die neue Kirche und das neue Spital. Die Kirche und das Spital wurden unter ein Dach gebracht, was den damaligen Baumeistern einiges Kopfzerbrechen bereitete. Im Rat wurde 1765 über die Vergrösserung des Spitals diskutiert. Es wurde ein Bauprogramm erstellt und Architekt Antonio Pisoni, einer der Baumeister der St. Ursenkirche, wurde mit der Planung beauftragt. Zwischen 1784 und 1788 wurde die erste Bauphase von Pisonis Projekt realisiert. Durch den Abbruch von anliegenden Häusern wurde Platz für einen neuen, grossen Flügel geschaffen, der an den be-stehenden Teil anschloss. Es war die wichtigste Bauperiode des Spitals. Nach der Vollendung des neuen Arbeitshauses, des Gefangenenhauses und der Verbesserung der gesamten Infrastruktur wurde die Leitung des Spitals den „Grauen Schwestern“, einem Frauenorden, übergeben.

In Rahmen der zweiten Bauphase (1794 bis 1800) wurde der grosse Westflügel angebaut. Das Bürgerspital erhielt das heutige Aussehen. In der Folge blieb es von Bränden verschont. Neuerungen und Ausbauten beschränkten sich fortan auf das Gebäudeinnere.

Durch den Neubau des Bürgerspitals 1930 hatte das „Alte Spital“ ausgedient, worauf es einer Umnut-zung zugeführt wurde. Mitte der 70er Jahre wurde durch eine Spezialkommission ein sinnvolles Nutzungskonzept entwickelt und 1984 wurde als erster Teil des Begegnungszentrums Altes Spital der Westtrakt eröffnet und das Gartenrestaurant an der Aare der Bevölkerung zugänglich gemacht.

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