Unabhängigkeit und Ende der Expansion

Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Battle_at_Schwaderloh.jpg?uselang=de

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Zwei Kriege leiteten das Ende der Expansionspolitik ein: Der siegreiche Schwabenkrieg im Norden und die Italienfeldzüge im Süden, in denen die Eidgenossen vernichtend geschlagen wurden.

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Der Schwabenkrieg

Nach dem Sieg über Burgund war die Eidgenossenschaft zur vorherrschenden Macht im süddeutschen Raum geworden. Der schwäbische Adel, allen voran Habsburg, traten dem wachsenden Einfluss der Eidgenossen in Mitteleuropa im Waldshuterkrieg 1468 und im Schwabenkrieg 1499 vergeblich entgegen. Im Schwabenkrieg ging es zwar vordergründig um eine Durchsetzung der Reichsreform von 1495, aber eigentlich war dies der letzte Versuch des Hauses Habsburg, sich gegenüber den Eidgenossen durchzusetzen. Im Frieden zu Basel musste der deutsche König Maximilian I. die faktische Selbständigkeit der Eidgenossenschaft innerhalb des Heiligen Römischen Reiches anerkennen. Die Zugehörigkeit der Eidgenossen zum Reich blieb aber bis 1648 bestehen. Der Schwabenkrieg markiert das Ende der Expansion der Eidgenossenschaft in Richtung Norden.

Italienfeldzüge

Nach dem Schwabenkrieg mischten die Eidgenossen auch in den Kämpfen um die aufblühenden norditalienischen Städte mit (hauptsächlich kämpften die wichtigsten europäischen Mächte, nämlich die Habsburger, die vallonischen Könige Frankreichs und das päpstliche Amt um diese Städte).
In dem 15 Jahre dauernden Kampf um Mailand unterstützten die Eidgenossen zuerst Frankreich, 1510 wechselten sie ins päpstliche Lager und eroberten 1512 Mailand von den Franzosen zurück. Nach der entscheidenden Schlacht gegen die Franzosen bei Novara (1513) schien es klar, dass die Eidgenossen ihre Expansion Richtung Lombardei fortsetzen würden. Diese Träume wurden jedoch bereits zwei Jahre später zerschlagen, als die Franzosen gemeinsam mit ihren Verbündeten, den Venezianern, die Eidgenossen bei Marignano vernichtend schlugen.
Im anschliessenden Friedensvertrag wurde den Eidgenossen immerhin das Gebiet des heutigen Kantons Tessin und ein paar andere Gebiete, die heute zu Italien gehören, zugesprochen.
Die Schlacht bei Marignano gilt als Wendepunkt in der Schweizer Geschichte: sie beendete nicht nur die militärischen Expansionsaktionen der Eidgenossen, sondern liess auch den Neutralitätsgedanken entstehen.
Ob allerdings angesichts der Soldbündnisse mit Frankreich wirklich von Neutralität gesprochen werden kann, ist umstritten. Der Export von Schweizer Söldnern durch verschiedene eidgenössische Orte hielt auch nach 1515 bis zum endgültigen Verbot 1859 an. Einzige Ausnahme bildet seither die päpstliche Schweizergarde.

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