Dieser Berg hat ein wahrhaft reiches Innenleben: Der knapp 1100 Meter hohe Monte San Giorgio im sonnigen Süden des Tessins ist seit dem 19. Jahrhundert ein Mekka der Fossilien-Wissenschafter und seit kurzem Unesco-Welterbe. Tausende von versteinerten Fischen und Meeressauriern bis zu sechs Meter Länge wurden hier von eifrigen Paläontologen bereits zutage gefördert. Aus gutem Grund: Denn vor 200 Millionen Jahren befand sich über dem Parco San Giorgio ein 100 Meter tiefes Meeresbecken. Heute erhebt sich hier, am Südende des Luganersees, der Monte San Giorgio wie eine Pyramide – in seinem Innern (leider nicht an der Oberfläche) prallvoll gefüllt mit Fossilien aller Art.
Wer keine Lust zum tief Graben hat, schlendert an den Südhängen des waldigen Hügels durch die Rebberge, bummelt durch das idyllische Meride oder lässt sich verwöhnen in den Grotti des Mendrisiotto.
An den zahlreichen Stellen der Ausgrabungen wurden rund 80 verschiedene Fischarten und 30 Meeres- und Landreptilien entdeckt. Zudem fanden die Forscher Hunderte von versteinerten wirbellosen Tieren und Pflanzen aus der Zeit vor 245 bis 230 Mio. Jahren.
Tessin