Man sieht sie schon von weitem: Die markante Kerbe rund um den Piz Sardona trennt das 250 Millionen Jahre alte Verrucanogestein vom 35 bis 50 Millionen Jahre alten Flyschgestein. Aussergewöhnlich daran ist, dass hier das junge Material unten liegt – lange Zeit ein Rätsel für die Geologen und so einzigartig, dass es 2008 als Swiss Tectonic Arena Sardona in die Liste der Unesco-Welterbe aufgenommen wurde.
Die Glarner Hauptüberschiebung – besonders schön zu entdecken in der Lochsite – bildet das Herz des 300 Quadratkilometer grossen Geoparks Sarganserland–Walensee–Glarnerland, der mit einer grossen Dichte an Naturphänomenen aufwartet. Und mit einem faszinierenden Stollensystem: dem Kupferbergwerk auf der Mürtschenalp etwa und dem international bedeutende Versuchsstollen Hagerbach, in dem die Welt unter Tag erlebt werden kann.
Unesco-Welterbe Swiss Tectonic Arena Sardona
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Messerscharf und gelb: Die seltsame Linie entlang der Felswände um den Piz Sardona markiert die Glarner Hauptüberschiebung – ein Phänomen von Weltformat.
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