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Swiss Tectonic Arena Sardona

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Das 300 Quadratkilometer grosse Gebiet um den Piz Sardona zeigt das geologische Phänomen einer Überschiebung - ältere Gesteinsschichten liegen auf jüngeren. Zeugen für die Gebirgsbildung und für die Plattentektonik.
Die Glarner Hauptüberschiebung im GeoPark Sarganserland-Walensee-Glarnerland zwischen Elm, Schwanden, Kerenzerberg, Flums, Bad Ragaz und Flims ist aufgrund seiner geologischen Besonderheiten auf der Liste der UNESCO-Welterben. Die gute Erkennbarkeit und Auffälligkeit der Gesteins-Überschiebungsfläche im Gelände, sowie die forschungsgeschichtliche Bedeutung für das Verständnis der Entstehung von Gebirgen waren ausschlaggebend für eine Aufnahme der Swiss Tectonic Arena Sardona in die Welterbenliste.

Die als messerscharfe, leicht zurückwitternde, gelbliche Kerbe in den Felswänden ist aus grosser Entfernung erkennbar. Die "Glarner Hauptüberschiebung" steigt vom Vorderrheintal bis auf 3000m und taucht nördlich der Kulmination im Gebiet Hausstock-Sardona-Ringelspitz immer steiler nach Norden ab. Hier wurden 250 Millionen Jahre alte grünliche bis rötliche Verrucanogesteine auf 35 bis 50 Millionen Jahre "junge" bräunlich¬graue, meist schieferige Flyschgesteine geschoben. Es liegen alte Gesteine auf 200 Millionen Jahre jüngeren!

Weitere Naturphänomene sind: eine ungewöhnlich hohe Dichte von Geotopen, schützenswerte Zeugen der Erdgeschichte wie die Lochsite, die Tschingelhoren mit dem Martinsloch, das Kupferbergwerk auf der Mürtschenalp und die von eiszeitlichen Gletschern geprägten Landschaften im hinteren Murgtal.


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