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The Hotel, Luzern:
Coolness jenseits aller Modeströmungen

Luzern

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Luzern
 
Mit dem Architekten Jean Nouvel und dem Hotelier Urs Karli haben sich in Luzern zwei Besessene gefunden und zusammen eine neue Grenze für Coolness in der Hotellerie definiert. The Hotel, für urbane Filmenthusiasten weltweit die erste Hotel-Adresse.

Von Helmuth Fuchs
Ein lebendiges Gemälde aus Filmsequenzen
Jean Nouvel gelang es, mit The Hotel eine ähnliche Wirkung zu erzielen wie mit dem nahen Kultur- und Kongresszentrum: Seine Gebäude sind eigenständige Kompositionen, die eine grandiose Wirkung haben, aber immer zugunsten der Funktion zurücktreten können. The Hotel ist ein lebendiges Gemälde aus filmischen Sequenzen, eine stilistisch märchenhafte Zitatensammlung verschiedener Filmszenen.

Inszenierte Leere für magische Emotionen
Urs Langenegger, der Direktor, der als perfekter Gastgeber Gerüchten zufolge ebenfalls von Jean Nouvel erschaffen wurde, hat mir das Zimmer 5201 reserviert. Wie konnte er meine Passion für das Thema Stierkampf erahnen, wie wissen, dass ich fasziniert bin von Almodovars Höllenritten am Rande des Wahnsinns? Wie auch immer, eine perfekte Wahl. Nach dem Check-In (genau so muss das gemacht werden in einem Stadthotel. Schnell, ohne grosse Gesten wird einem Alles abgenommen, der Wagen wegparkiert) schleust uns der Lift in die läuternde Kargheit des Ganges (Silber und Stahl). Dann die Dramatik des grossartigen Zimmers. Das Deckenbild aus Almodovars "Matador" beherrscht den Raum, verfliesst teilweise mit den Wänden. In der gnadenlosen Reduktion auf das Wesentliche mag Nouvel vielen kalt erscheinen, doch bietet genau die dadurch entstehende Leere ungeheuren Raum für Emotionen.

Andrew Clayton, der Herrscher der Finsternis
Wo alle Räume so aussergewöhnlich sind, ist auch das Restaurant etwas Spezielles. Das im Untergeschoss gelegene Bam Bou wird mit raffinierter Spiegeltechnik mit der Aussenwelt verbunden. Die Geschehnisse von aussen werden nach innen gespiegelt. Innen blendet das dominierende Schwarz alles Unwesentliche aus. Das weisse Geschirr rückt in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Wie kleine Altarflächen bieten sich die Teller an, damit auf Ihnen optische und geschmackliche Köstlichkeiten zelebriert werden können. Die Servicemitarbeiter, auch sie alle in Schwarz gekleidet, werden reduziert und fokussiert auf Gesichter und Hände. In einem surrealen Ballet tanzen lächelnde Gesichter und flinke Hände durch den Raum und zaubern asiatisch und französisch inspirierte Kompositionen auf die Teller. Dem Küchenchef Andrew Clayton gelingt die Fusion mit erstaunlicher Leichtigkeit und Perfektion. Die 14 GaultMillau Punkte sind fast Nebensache, denn eine solche Küche in einem so aussergewöhnlichen Raum findet sich sonst nirgends.
Das Moneycab Rating

Architektur & Design  



Führung & Personal  



Essen & Trinken  



Umgebung & Freizeit  



Die ausführliche Reportage in deutscher Sprache über das Hotel, seine Geschichte und seine spezielle Atmosphäre finden Sie auf Moneycab (www.moneycab.com).

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INFO
 
 
 



Deluxe Boutique Hotel designed by Jean Nouvel, 25 Zimmer
Geöffnet: Ganzes Jahr



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