Betruf auf der Musenalp

Niederrickenbach

Am Ende eines langen Sommertages werden nach allen vier Himmelsrichtungen Maria und die Schutzheiligen nach Schutz für alle Lebewesen und die Habe auf der Alp angerufen. Der Älpler benutzt zur megaphonartigen Verstärkung seiner Stimme einen hölzernen Milchtrichter (die "Folle").

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Der Betruf ist ein berührendes Erlebnis. Er wird vor allem in katholischen Kantonen noch praktiziert, etwa auf der Musenalp. Von der Haltestelle Niederrickenbach sind es nur zwei kurze Luftseilbahnfahrten bis zur 1747 Meter hoch gelegenen Alp: Hier ziehen sich saftige Alpenwiesen an den sanften Hügeln hoch, dazwischen stehen Waldstücke und, etwas weiter weg, das markante Buochserhorn. Besonders andächtig präsentiert sich die urige Landschaft, wenn sich die Sonne zum Horizont senkt und die Tiere im Stall ruhen. Dann holen die Sennen ihre „Folle“ hervor, einen Trichter aus Holz oder Metall, und rufen ihr Gebet in die weite, leere Bergwelt hinaus und halten damit Unheil und Gespenster fern.

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