Am Martinstag (11. November) wird auf einer Bühne vor dem Rathaus
eine tote Gans mit den Füssen nach unten aufgehängt. Junge Burschen
versuchen nun, einer nach dem andern in ausgelöster Reihenfolge, diese
mit einem ungeschliffenen Säbel herunterzuschlagen. Dazu tragen sie
einen purpurroten Rock, eine Maske in Form einer Sonne und - eine
Augenbinde. Da nur ein einziger Schlag erlaubt ist, dauert es meist
längere Zeit, bis endlich die Gans unter dem Applaus des Publikums
fällt.
Zwischen
den einzelnen Gängen finden Wettbewerbe der
Kinder statt: Sie klettern an einer geschälten Tanne hoch, um zu
aufgehängten Gaben zu gelangen, sie hüpfen in grossen Jutesäcken, oder
sie wetteifern darum, wer die schönste Grimasse schneiden kann. Die
Kinderspiele sind seit etwa 1880 bekannt, während sich der Ursprung des
Gansabhauets - der erste Beleg bezieht sich auf das Jahr 1821 - im
Dunkel der Geschichte verliert. Der Brauch ist ein "Überbleibsel" eines
einst in ganz Europa weit verbreiteten Spiels mit dem Federvieh. Als
Ergänzung zum Brauchtumsnachmittag wird seit 1997 am Abend ein
Lichterumzug durch die dunkle Altstadt durchgeführt.
News
Die goldene Kleinstadt im Herzen der Schweiz vereint Geschichte, Kultur und Moderne und ist zugleich Ballungszentrum der Region.
Sursee ist neben der Stadt Luzern die zweite Metropole des Kantons Luzern. Die kleine Stadt am unteren Ende des Sempachersees hat ihren Besuchern ein reiches Kulturleben mit Musik, Theater, Ausstellungen, Kunst, Comedy und Brauchtum zu bieten. Das abwechslungsreiche Naherholungsgebiet mit Wanderwegen, Velorouten, Spiel- und Sportanlagen, Strandbad und Seepromenade bietet unzählige Möglichkeiten für Aktive, Erholungshungrige und Geniesser.
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