Pruntrut wurde 1283 von den Basler Fürstbischöfen gegründet. Die Stadt erfuhr einen markanten Aufschwung, als sie von 1527 bis 1792 auch Residenz der Herrscher des Bistums Basel war: Über dem Flusstal erhebt sich auf einem Felsvorsprung deren mächtiges Schloss. Der älteste Teil ist die Tour Réfous, ein runder Bergfried, der 1271 erbaut wurde. Von ihm geniesst man einen guten Blick über die weite Landschaft des Kalkstein-Tafeljuras und über die malerische Altstadt mit zahlreichen Bürgerhäusern im gotischen, barocken und neoklassizistischen Stil.
Auf den Plätzen der Altstadt stehen zum Teil monumentale Brunnen, darunter der Samariterbrunnen (1564) und der Schweizerbrunnen (1518) mit Bannerträger und Eber. In der Umgebung der Altstadt befinden sich zahlreiche Villen und Handelshäuser aus der Zeit des späten 19. Jahrhunderts.
Fruchtbares Bauernland und zahlreiche Weinberge prägen die weite Landschaft der Ajoie (dt. Elsgau) nördlich der Hügelzüge des Faltenjuras - ein herrliches Gebiet für Wander- und Velotouren. Beliebt sind auch mehrtägige Touren mit Pferd und Zigeunerwagen. Oft schlicht «Obstgarten des Juras» genannt, beherbergt die Ajoie neben den berühmten, aber selten gewordenen Bäumen der Damaszenerpflaume auch zahlreiche Weinberge.
Besondere Sehenswürdigkeiten der Ajoie sind die Höhle von Réclère (Grottes de Réclère) und der bei Familien beliebte prähistorische Park von Réclère, der die Entwicklung der Tierwelt von den Fischen über die Dinosaurier bis zu den Säugetieren zeigt.
Kirchenfenster im Jura:
Ein in Europa einzigartiges künstlerisches Phänomen. Mit um die sechzig Kirchen und Kapellen haben die Jurassier in weniger als einem halben Jahrhundert ein Kunstmuseum geschaffen – modern, lebendig und offen. Auf einem relativ kleinen Gebiet ist dies die grösste Konzentration von modernen Glasgemälden in Europa. Grosse Meister – Franzosen, Schweizer und Jurassier - haben diese Werke geschaffen.


