Drei Gruppen von Figuren sind zu unterscheiden: die Schönen, von denen
noch zu reden sein wird, die Wüeschte (Hässlichen), die
Naturmaterialien wie Tannenreisig, Moos usw. und schreckenerregende
Masken tragen, und die Schö-Wüeschte, die mit denselben Materialien wie
die Wüeschte arbeiten, aber nicht so hässlich sein wollen. Die meisten
treten in Schuppeln (kleinen Gruppen) auf, in denen sie von Haus zu
Haus ziehen, ihre Jodel und ihre Glocken ertönen lassen und der Familie
ein gutes Jahr wünschen. Sie erhalten dafür eine Geldgabe, die zur
Bestreitung der Auslagen für Bekleidung und Verpflegung verwendet wird.
Die Kopfbedeckungen der schönen Kläuse sind reich verziert und
erfordern einen Aufwand von oft über hundert Stunden: die Wiiber
(Weiber) tragen reich geschmückte Hauben mit Figuren, die Mannevölcher
(Männer) geschnitzte und bemalte Aufbauten auf flachem Boden, die
Szenen aus dem Volksleben darstellen. In allen Kostümen stecken Männer,
denn das Tragen der Glocken ist eine anstrengende Angelegenheit. Die
Wiiber haben einen Gurt mit meist 13 kleineren Schellen, die Männer je
eine grosse Glocke auf der Brust und auf dem Rücken.
Der Brauch findet in ähnlicher Form an zwei Tagen statt, nämlich an
Silvester und am 13. Januar. Als Papst Gregor XIII. seine
Kalenderreform einführte, wollten verschiedene reformierte Kantone
nichts von dieser päpstlichen Neuerung wissen und hielten bis ins 18.
Jahrhundert am alten Kalender fest, der schliesslich eine Differenz von
13 Tagen gegenüber dem neuen aufwies. In einzelnen Volkskalendern waren
beide Zeitrechnungen nebeneinander abgedruckt, und die Kläuse traten an
beiden Silvestertagen auf.
Highlights
Im Appenzeller Brauchtumsmuseum wird ein Einblick in das frühere Leben des Appenzellers und dessen Bräuche erlebt. Silvesterkläuse, Blochumzug, Sennenbrauchtum, Lediwagen, Alphütte, altes Handwerk, Weissküferwerkstatt, Sattlerei, Musikzimmer, früheres Wohnen, Trachten, Stickereien, Bauernmalerei von den Anfängen bis zur Neuzeit und Wechselausstellungen sind weitere Attraktionen.
News
Highlights
- Silvesterchlausen (31. Dezember und 13. Januar)
- Urnäscher Bloch (jeweils am Fasnachtsmontag, alle zwei Jahre)
- Reka-Feriendorf Urnäsch
- Appenzeller Brauchtumsmuseum Urnäsch
- Appenzeller Erlebnisbauernhöfe
Die hier aufgeführten News werden von den regionalen/lokalen Tourismusbüros gepflegt, weshalb Schweiz Tourismus keine Garantie für die Inhalte übernehmen kann.




0 Kommentare