Jägihorn - Gegenüber von Viertausendern

Saas-Grund

Ausgeprägt alpiner Klettersteig, mit fünf Leitern, 400 Haken und fast 1000 Metern Drahtseil hervorragend gesichert. Einmalig die Bergkulisse des Saastals, vom Gipfel Traumblick übers Rhonetal auf die Berner Alpen. Eine echte Genussroute! Mit Schwierigkeitsgrad K3 und K5, je nach Routenwahl.

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Schwierigkeit
K3-5. Ziemlich anspruchsvolle Route. Mit atemberaubender Drei-Seil-Brücke und sehr steil vor allem der Anstieg zum Vorgipfel, spektakulär, aber etwas leichter das Finale. Für den (ungesicherten) Abstieg braucht's in der verblockten Rinne unbedingt Trittsicherheit.

Talort/Ausgangspunkt
Von Saas Grund (1559 m) mit der Hohsaas-Gondelbahn bis zur Mittelstation Kreuzboden (2397 m). Die Bahn verkehrt Mitte Juni bis Mitte Oktober 8 - 16.45 Uhr, Anfang Juli bis Mitte September ab 7.30 Uhr.

Zustieg
Von der Seilbahnstation Kreuzboden (2397 m) zu den schön gelegenen Weissmieshütten (2726 m); hier Hinweis auf den Klettersteig. Auf deutlicher Spur über den Triftbach, dann an einem Moränenrücken steil bergan und in längerer Querung flach zum Einstieg (ca. 2820 m).

Klettersteig Jägihorn
Am Drahtseil links um einen Felsvorbau herum und leicht über Stufen zur Mündung einer markanten Rinne. Zunehmend steiler in ihr aufwärts; wo gute Griffe fehlen, sind Haken gesetzt. Vorsicht: keine Steine lostreten! In anregender Kletterei an dem rauen Fels weiter steil, teilweise auch luftig bergan zur ersten Leiter. Höher in der Wand folgen weitere Eisenleitern; dazwischen muss man immer wieder kräftig zupacken. Die Drei-Seil-Brücke und die folgende Kletterpartie in einem Seilgeflecht sowie an der senkrechten Felswand erfordert Erfahrung. Die Seilbrücke, das Seilgeflecht und die Senkrechtkletterei kann mit der Wahl über die alte Route umgangen werden. Ein Schrofenhang leitet zur letzten Sprossenfolge knapp unter dem Vorgipfel (3150 m). Auf einem Band nach links, dann fast durchgehend gesichert (eine Leiter) teilweise luftig am Westgrat hinab in die Scharte (3096 m) vor dem Jegihorn. Links der scharfen Gratschneide (sehr originell; stemmen!) zum Ansatzpunkt des eigentlichen Gipfelgrats. In blockigem Fels erst leicht, dann zunehmend steiler und luftiger aufwärts. Besonders originell ist eine steile Passage, an der die Eisenklammern direkt über der Kante montiert sind. Zuletzt flacher zum geräumigen Gipfel.

Abstieg
Am Westhang, den deutlichen blau-weißen Markierungen folgend, abwärts zu einer steilen Blockrinne. In ihr vorsichtig bergab, weiter im Zickzack über einen steilen Geröllhang hinunter ins Täli. Hier entweder hinüber zu den Weissmieshütten oder direkt talabwärts zur Bahnstation Kreuzboden.


Informationen

Gebiet: Walliser Alpen, Saastal
Gipfel: Jegihorn (3206 m)
Gehzeiten: Zustieg 1 œ Std., Klettersteig 3 Std., Abstieg 1 œ Std.; gesamt 6 Std.
Höhendifferenz: 950 m




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