Alte Genfer Spezialitäten
Die Begeisterung für Neues hat aber die traditionellen Gerichte
nicht verdrängt: Eglifilets aus dem Genfersee, Longeole –
eine Schweinswurst mit Fenchel – oder Kardengratin, und zum
Dessert Birnentorte. Diese alten Genfer Spezialitäten findet
man immer noch in manchen Brasserien und Quartier-Wirtshäusern,
die auch traditionelle Schweizer Spezialitäten servieren
wie etwa ein herzhaftes Raclette oder Fondue. Die
Küche entwickelt sich bekanntlich nach den Gelüsten der Gäste,
und dies gilt auch für Genf. Hier kocht und speist man international,
und heute ist jede denkbare Tendenz vertreten. Als
internationale Stadt par excellence lockt Genf mit einem
äusserst vielseitigen kulinarischen Angebot aus allen Himmelsrichtungen.
Seit 2000 Jahren Wein
Wer gutes Essen liebt, liebt auch den Wein, und Genf darf stolz
auf seine zweitausendjährigen Rebberge sein. Unmittelbar vor
den Stadttoren produzieren fast 1500 Hektaren jährlich 13,5
Millionen Liter Wein. Eine Besonderheit des Kantons Genf ist,
dass sich hier die grösste Weingemeinde der Schweiz befindet:
Satigny. Im Genfer Weinberg werden je 50 Prozent weisse
und rote Rebsorten in grosser Vielfalt angebaut, vom Gewürztraminer
und Viognier über den Cabernet Sauvignon bis zu
einer interessanten Kreuzung, dem Gamaret. Bei den Weissen
ist der Chasselas mit seiner schimmernden, goldbraunen
Traube in Führung, bei den Roten ist es der leichte, zart-fruchtige
Gamay. Andere, seltenere und deshalb umso begehrtere
Rebsorten verführen mit einem speziellen Charakter: Chardonnay,
Pinot gris, Pinot blanc, Riesling, Aligoté und natürlich
auch der aristokratische Pinot noir: geschmeidig und berauschend
hält er uns in seinem Bann oder verführt uns dazu,
nach Genf zurückzukehren, in den Hafen der Gourmets und
Geniesser.
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