Engadiner Häuser

Graubünden

Samedan

Samedan

Die Engadiner Häuser mit ihren mächtigen Steinmauern und den trichterförmigen Fenstern beeindrucken auf den ersten Blick ihrer stolzen Architektur wegen. Ihre Seele aber liegt in den kunstvollen Verzierungen, den Sgraffiti.

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Wuchtige Mauern, tiefe Fensterfluchten und das Rundbogentor sind typische Merkmale eines Engadiner Hauses. Was aber jedes dieser Gebäude einzigartig macht, sind die Sgraffiti auf den verputzen Fassaden. Das Wort ist eine Ableitung des italienischen sgraffiare (kratzen) und bezeichnet die Technik des traditionellen Handwerks, das Wanderarbeiter bereits im 16. Jahrhundert ins Oberengadin brachten.
Die Sprüche, Muster und Zeichnungen werden in den feuchten Putz eingeritzt und wirken nicht durch Farbe, sondern durch ein ausgeklügeltes Spiel von Licht und Schatten. Nicht selten geben sie etwas über die Bewohner des Hauses preis. An einer Dorfführung erfahren Besucher diese Geschichten; mancherorts können sie die Kunst sogar selbst ausprobieren. Besonders schön präsentieren sich die Ornamente übrigens an den Häuserfassaden von Guarda, das für seine Pracht 1975 den Wakker-Preis erhalten hat.

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