Süffiger Genuss

Weine zum Streicheln.

«Schade, dass man Wein nicht streicheln kann», sagte der Satiriker Kurt Tucholsky. Er war ein grosser Weinfreund. Weinfreunde und -freundinnen sind wir (fast) alle. Wir freuen uns beim Durchstreifen eines Rebbergs, wenn die Blätter spriessen, die Trauben reifen. Oder beim Besuch beim Winzer, der uns im Keller Spitzenweine kredenzt. Die wichtigsten Rebflächen liegen in der Westschweiz, an den Ufern des Genfer-, Neuenburger-, Bieler- und Murtensees. Und im Tal der Rhone, im Wallis, unserem vielseitigsten Weinbaukanton mit den höchsten Rebbergen Europas. Aber auch in der Ostschweiz und in Graubünden gedeihen brillante Gewächse. Wein kann man nicht streicheln. Aber entdecken. Und sich die Kehle von ihm streicheln lassen.

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Speziell weite Sicht: das Genferseegebiet

Die Lage der Rebberge des Lavaux über dem Lac Léman ist schlichtweg spektakulär. Deren Weine gibts im Caveau des Vignerons in Lutry. www.vins-vaudois.com

Speziell hoch: das Wallis

Das Wallis bietet Superlative: höchster Rebberg Europas (Visperterminen), höchste Trockenmauer der Welt (bei Sion), Önothek mit 500 einheimischen Weinen (Château de Villa, Sierre). www.vinsduvalais.ch

Speziell südlich: das Tessin

Die Tessiner Weinberge erwandert man in einem halben Tag auf dem Weinweg zwischen Gudo und Biasca – mit schönen Grotti am Weg! www.ticino-tourism.ch

Speziell kontaktfreudig: die Bündner Herrschaft

In Maienfeld entstand nicht nur «Heidi», sondern es gedeihen auch beste Weine. An jedem Wochenende von April bis November lädt ab 11 Uhr ein Weinbetrieb ein. www.buendnerweine.ch

Informationen

Überraschende Vielfalt, überraschende Spezialitäten

Über 50 Rebsorten kennt die Schweiz. Das verlockt zu Entdeckungsreisen. Ins Wallis zu Petite Arvine und Amigne (weiss) oder Humagne rouge und Cornalin (rot). Ans Ufer des Lac Léman zum seltenen roten Petit Robert. An den Zürichsee zum weissen Räuschling. Und in die Bündner Herrschaft, wo – neben einem hervorragenden Pinot noir – der uralte Completer wächst. Ganz sicher begegnet man dem Chasselas, Hauptrebe der Westschweiz. Und dem Tessiner Merlot. Und vielleicht auch den Schweizer Neuzüchtungen Garanoir und Diolinoir.

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