Aletsch - See-Klettersteig

Aletsch

Belalp - Blatten - Brig

Belalp - Blatten - Brig

Sehr originell angelegter und mit viel Eisen ausgestatteter See-Klettersteig: kraxeln im Steilfels über dem Wasser. Besondere Gags: die Riesenhängebrücke und die finale Tyrolienne (Umgehung möglich).

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Schwierigkeit
K3-4. Technisch nur mäßig schwierige Route, Westufer eher etwas eintönig. Sehr abwechslungsreich dann der Rückweg mit einigen kurzen Steilpassagen, leicht abdrängenden Querungen und den beiden erwähnten Highlights.
Wichtig: Am Einstieg Infotafel genau studieren; darin wird die Benützung der Tyrolienne genau erläutert. Nach der "Luftreise" zunächst wieder am Klettersteig sichern, erst dann aus der Seilrolle ausklinken!

Talort/Ausgangspunkt

Blatten (1327 m) erreicht man von Brig-Naters über eine Bergstraße. Weiterfahrt bis zum Gibidum-Stausee (1436 m) möglich, Parkplatz.

Klettersteig Aletsch
Die Ferrata startet gleich am Parkplatz oberhalb der Betonmauer. Gut gesichert steigt man durch eine Rinne ab zum Wasser und wandert dann auf natürlichen und (sehr vielen) künstlichen Tritten, die Linke am Drahtseil, "au bord du lac" taleinwärts. Bei Vollstau ist man dem (milchiggrünen) Wasser wiederholt ganz nahe, dann folgen jeweils kleine Anstiege. Das gegenüberliegende Ufer rückt langsam näher, und dann kommt auch der absolute Gag der Route, die längste Klettersteig-Hängebrücke der Alpen, ins Blickfeld. Nach dem luftigen Gang hoch über dem (eiskalten) Gletscherwasser geht's am Ostufer wieder zurück. An den steilen Felsen der Stockflüe muss man kräftig zupacken, folgen ein paar sehr luftige, auch leicht abdrängende Querungen (u. a. Holzbalken), je nach Wasserstand mit variierender Tiefe unter den Schuhsohlen. Zuletzt dann die Tyrolienne, inzwischen mit Umgehungsmöglichkeit. Ein Tipp: Das Klettersteil, mit dem man die Rolle einholt, als Bremse benützen.


Quelle:
Eugen E. Hüsler/Daniel Anker: Wandern vertikal. Die Klettersteige der Schweiz, AT Verlag, Baden 2004

Informationen

Gebiet: Südliche Berner Alpen, Rhonetal
Gipfel/Hochpunkt: Stausee Gibidum (ca. 1480 m)
Gehzeiten: Für die Runde 3 œ Std.
Höhendifferenz: Unerheblich



4 Kommentare

  • 1
    Michael

    bevor ich mich auf den klettersteig gewagt habe, habe ich aufmerksam die informationstafel gelesen! der klettersteig war echt lustig und auch die tyrolienne war klasse. mit dem vorhandenen rückholseil welches auch als bremsseil genutzt wird konnte ich und meine bekannten die tyrolienne hervorragen fahren. man muss doch manchmal auch überlegen bevor man einfach drauflos fährt...!

    Freitag, 20.07.2012 13:14

  • 2
    Mathias

    Bemerkung zur Tyrolienne: Bremsseil durch Kletter / Abseilgerät leiten zum bremsen. Damit kommt man sicher auf der anderen Seite an. Ein Schild das vor einem ungebremsten Fahrt warnt anbringen. Ein Teilnehmer einer Gruppe nach uns hat den Rat ignoriert und mit einem übel zugerichteten (ev. sogar gebrochenen) Fussgelenk bezahlt.

    Freitag, 13.07.2012 20:25

  • 3
    Anita

    Seit der Erneuerung des Materials ist die Tirolienne zu schnell. Trotz Bremsversuchen kam auch ich zu schnell an und habe eine Bänderzerrung am Fuss davongetragen. Bitte unbedingt die Tirolienne verlangsamen oder Informationstafel betreffend der Gefahr aufstellen. Vor der Materialerneuerung war diese Tirolienne ein wirklicher Spass, jetzt ist sie echt gefährlich !

    Dienstag, 10.07.2012 08:55

  • 4
    Christian

    Wichtiger Hinweis!!! Der Klettersteig ist super, macht echt Spass. Die Tyrolienne ist gefährlich. Habe mich gedreht, konnte nicht richtig bremsen und bin vor dem Baum am ende geprallt. Schlüsselbeinbruch, 6 Wochen ausser Gefecht. @alle: Das Seil zum heranholen nutzen um daran herabzugleiten. Handschuhe nicht vergessen sonst gibts Brandblasen!!! (wie beim Kollegen TROTZ Handschuhe @Klettersteigbetreiber: es wäre schön wenn ihr euch das mal anschaut und das entschärft. Ein Baum mitten im Rutschweg ist nicht gerade ideal. Vielen Dank.

    Donnerstag, 05.07.2012 11:52

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