Weinbau wird in allen acht Tessiner Bezirken betrieben. Die Tessiner Weinberge profitieren vom nahen Mittelmeerklima und unterscheiden sich deshalb von den anderen Schweizer Rebbaugebieten, die ihrerseits von den Alpen beeinflusst werden.

Wie in vielen anderen Weinbauregionen, erlebte die Rebfläche im 3-Seen-Land Höhen und Tiefen. Die weiteste Ausdehnung erreichte sie Mitte 17. Jahrhundert, wahrscheinlich aufgrund der gestiegenen Nachfrage während des Dreissigjährigen Krieges.

Es gibt keine Hinweise darauf, dass Reben im Wallis angebaut wurden, bevor Julius Cäsar im 1. Jahrhundert vor Christus die Gallier besiegte. Man hat allenfalls eine wilde Rebe, die Vitis sylvestris entdeckt, deren Frucht anderen Beeren der Gegend ähnlich ist.

Den ersten Genfer Wein gab es vor 2'000 Jahren; seither werden ununterbrochenen in der südwestlichen Ecke der Schweiz Reben angebaut. Erstmals öffentlich dokumentiert ist der Rebbau im Jahr 912 n. Chr.
