Val Müstair (Münstertal)

Graubünden

Das idyllische Val Müstair ist eine eigene kleine Welt jenseits des Ofenpasses. Mit seinen sattgrünen Wiesen und gepflegten Dörfern bietet es einen Kontrast zur wilden Natur des nahen Nationalparks. Wegen der Fresken des Klosters St. Johann ist der Abstecher ins Tal auch für Kulturliebhaber ein "Muss".

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Das Val Müstair liegt in der südöstlichsten Ecke Graubündens und erstreckt sich über 18 Kilometer zwischen dem Ofenpass und dem italienischen Vinschgau. Bereits die Anreise über den Ofenpass ist ein Erlebnis. Von Zernez im Unterengadin steigt die Strasse durch den Schweizerischen Nationalpark zur Passhöhe. Hier öffnet sich der Ausblick hinunter ins Val Müstair und in südöstlicher Richtung zur Südtiroler Ortlergruppe (3908m).

Kultureller Höhepunkt des Val Müstair und UNESCO-Weltkulturerbe ist das Benediktinerkloster St. Johann im Grenzort Müstair (Münster). Die Klosterkirche aus dem Jahre 775 mit dem um 800 entstandenen, weltweit grössten Freskenzyklus des frühen Mittelalters ist ein Juwel der bildenden Kunst der Karolingerzeit. Die Bilderfolge zeigt unter anderem die Enthauptung Johannes des Täufers.

Von Santa Maria, heute Hauptort des Tals, führt die im Sommer geöffnete Umbrail-Passstrasse zum Sommerskigebiet Stilfser Joch und ins Veltlin. Der Pass führt abenteuerlich und eng in vielen Serpentinen zur Passhöhe auf 2501m, die zugleich Schweizer Zollstation ist.

Richtung Ofenpass liegt das ruhige Bergdorf Valchava auf 1440m mit seinem barocken Kirchturm aus dem 15. Jahrhundert. Magischer Ort ist das Talmuseum «Chasa Jaura», eines der schönsten Häuser im Val Müstair. In den sorgfältig restaurierten Räumen erhält man dank antiken Originalmöbeln und -geräten Einblick in die frühere bäuerliche und handwerkliche Lebensweise der «Jauer» (Münstertaler).

Sommer

Eine prachtvolle Aussicht auf das Val Müstair geniesst man auf der leichten Höhenwanderung von der Ofenpasshöhe durch herrliche Arvenwälder, vorbei an Alphütten und über Berg- und Blumenwiesen zum Dörfchen Lü (1920m).

Highlights

  • Kloster St. Johann in Müstair - nirgends haben sich Fresken aus dem 8. Jahrhundert so umfangreich erhalten wie hier im UNESCO-Weltkulturerbe.
  • Schweizerischer Nationalpark - grösstes Schutzgebiet der Schweiz mit einem einzigartigen Reichtum an Alpentieren und -pflanzen in unberührten Gebirgslandschaften.
  • Kulturweg Alpen - der Weitwanderweg führt über 650 Kilometern von St. Gingolph am Genfersee bis ins Val Müstair.
  • Umbrail - einer der letzten Alpenpässe mit Abenteuer-Feeling angesichts der schmalen Strasse mit vielen Serpentinen.

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