Indemini - das romantische Steindorf

Tessin

Indemini - Schweiz, Tessin: links Monte Tamaro mit Alpe Sciaga rechts im Bild

Indemini - Schweiz, Tessin: links Monte Tamaro mit Alpe Sciaga rechts im Bild

Die aus einheimischem, grauem Gneis errichteten Häuser mit Steinplattendächern und Holzlauben prägen das einheitliche Dorfbild von Indemini. Ruhig, beinahe einsam liegt das typische Tessiner Dorf mit seinen verwinkelten Gässchen hinter dem Hügelzug des Gambarogno südlich des Langensees.

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Im ansonsten italienischen Veddasca-Tal, dessen Flüsschen Giona in den italienischen Teil des Langensees (Lago Maggiore) mündet, liegt zuhinterst auf gut 930m das einzige Schweizer Dorf Indemini. Inmitten wilder Natur und weiter Kastanienwälder geniesst das ursprüngliche Dorf am Südfuss des Monte Tamaro eine speziell windgeschützte und sonnige Lage.

Erst seit Ende des ersten Weltkriegs führt auf Schweizer Seite von Vira aus eine kurvenreiche, landschaftlich wunderschöne Strasse (mit Postauto) über den Neggia-Pass (1395m) in den Grenzort. Einst verdienten sich die Bewohner im abgelegenen Indemini mit Schmuggel ein Zubrot zur kargen Landwirtschaft. Aus dieser oft schwierigen Vergangenheit erzählt die permanente Fotoausstellung im Ortsmuseum von Indemini.

In jüngerer Vergangenheit konnte sanfter Tourismus die Abwanderung stoppen. Idyllische Plätze am Bach laden an heissen Tagen zum Bade. In umliegenden Alphütten wird Käse hergestellt. Indemini verfügt heute über zahlreiche Ferienwohnungen in restaurierten Steinhäusern und vermag selbst in den Wintermonaten Ruhe suchende und Natur liebende Gäste anzuziehen. Besonders reizvoll ist der Herbst, wenn die Kastanien reif sind.

Die Landschaft rund um den Monte Tamaro ist ein beliebtes Wander- und Bikegebiet. Die nahe Neggia-Passöhe ist Ausgangspunkt kurzer Wanderungen auf die Gipfel des Tamaro auf 1961m und des Gambarogno auf 1734m. Der Gambarogno bietet eine prächtige Aussicht auf den Lago Maggiore und die Alpen; Wahrzeichen des Tamaro ist nebst der phantastischen Rundsicht vom höchsten Gipfel der Gegend die Kirche Santa Maria degli Angeli des Stararchitekten Mario Botta. Eine schöne Gratwanderung verbindet den Monte Tamaro mit dem Monte Lema (Seilbahn ab Miglieglia im Malcantone).

Highlights

  • Dorfbild - mit seinen Steinhäusern aus lokalem grauem Gneis bietet Indemini ein ausserordentlich homogenes Ortsbild.
  • Monte Tamaro - von der Alpe di Neggia aus in einer ca. 1,5-stündigen Wanderung zu erreichen (oder mit der Seilbahn vom Ceneri-Pass aus). Kirche Santa Maria degli Angeli von Mario Botta bei der Alpe Foppa.
  • Höhenwanderung vom Monte Tamaro zum Monte Lema - eine der aussichtsreichsten Tessiner Voralpenwanderungen.
  • Kapelle auf dem Sant’Anna-Pass - am historischen Passweg zum Lago Maggiore liegt dieses kleine Gotteshaus, dessen Einsiedlerklause heute als Zuflucht für Wanderer dient.

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