Die Lukmanier-Passstrasse führt heute vom Bleniotal nach Disentis/Sedrun im Bündner Hinterrheintal und ist ganzjährig befahrbar. Das Tal zählt jedoch mit den Übergängen über den Passo del Sole, Greina- und Diesrutpass zu den schon sehr früh begangenen Alpenrouten. Obwohl von seiner Lage her zur kargen Gebirgswelt gehörend, ist der Charakter des Bleniotals Charakter geradezu südlich, sogar der Weinbau hat hier Tradition. Die Berglandwirtschaft hat aus dem wilden Tal ein landschaftliches Kleinod gemacht. Es lohnt sich, beim Bergbauern duftende Köstlichkeiten zu degustieren.
Mit dem Museum von Blenio in Lottigna und der Cà da Rivöi in Olivone (Völkerkunde, sakrale Kunst), dem Schokoladenmuseum in Dangio, der Mineralien- und Fossiliensammlung in Semione und dem Archiv Donetta in Casserio/Corzoneso (Fotografie) sowie Meisterwerken der lombardischen Romanik, zu denen die Kirche von Negrentino gehört, verfügt das Tal über ein breit gefächertes kulturelles Angebot.
Sommer
500km Wanderwege und zahlreiche Bikerouten durchziehen das Bleniotal. Entlang des Talwegs von Biasca über Acquarossa nach Olivone trifft man gut erhaltene Dörfern und kunsthistorische Schätze. Eine intensive Begegnung mit dem Tal ermöglicht auch die dreitägige Wanderung auf dem «Sentiero alto» von Olivone nach Loderio.
Der Ferienort Olivone, der hübsch am Fuss des pyramidenförmigen Sosto (2221m) liegt, ist Ausgangspunkt für Ausflüge und Wanderungen ins ursprüngliche Val di Campo, zum Staudamm des Luzzone und zur eindrücklichen Einöde der Greina-Hochebene. Weiter Richtung Lukmanier erreicht man das Ökozentrum «UomoNatura» mit Pension und Restaurant in Acquacalda.




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