12. JUL
-08. MRZ

10:00 - 20:00 Uhr

Inhalte teilen

Vielen Dank für Ihre Bewertung

Mode ist immer und überall. Sie ist die Freiheit, mit der wir spielen und das Diktat, dem wir uns unterwerfen oder gegen das wir uns auflehnen. Mode ist Abgrenzung und Zugehörigkeit. Sie ist schnell, mal laut, mal leise, und schwingt hin und her zwischen in und out. Bundfaltenhose oder zerschlissene Jeans, High Heels oder Flip-Flops – mit der Überlegung „Was ziehe ich an?“ stellen wir uns Tag für Tag zugleich die Frage „Wer möchte ich sein?“ Denn noch bevor wir etwas sagen, hat unsere Kleidung schon für, über und vielleicht sogar gegen uns gesprochen. Die Ausstellung Fashion Talks - Mode und Kommunikation beleuchtet den individuellen und kollektiven Umgang mit Mode sowie die Botschaften, die wir mit unserem Outfit transportieren.

Mode bringt viele Aspekte zum Ausdruck und ist ein Produkt vielfältiger Kommunikation. Mit jedem Kleidungsstück, das wir anziehen, treffen wir eine Aussage. Ob Anzug mit Krawatte, T-Shirt ab Stange oder modische Brille: Wir sagen bewusst oder unbewusst etwas über unsere Vorlieben und Einstellungen, unsere Zugehörigkeit zu gesellschaftlichen Gruppen, unsere Stimmung oder unseren Beruf aus. Doch bereits die Entstehung von Mode ist ein hochkomplizierter kommunikativer Prozess: Designer, Medien, Jugendszenen, Popkulturen, Traditionen und neue Technologien sind nur einige der Elemente, die auf das Produkt Mode einwirken.

Wer bestimmt, was in oder out ist? Wozu gibt es Uniformen? Was ist ein Emo? Welche Stylecodes gelten in Jugend-szenen? Ob Karos, Abzeichen, Streetwear oder Camouflage: Die Schau nimmt alte und neue Modetrends unter die Lupe und beleuchtet den individuellen und kollektiven Umgang mit Mode. Sie zeigt anhand alltäglicher Kleidungsstücke nicht nur, wie kleine Abweichungen die Schnitte, Muster und Nachbearbeitungen in Codes verwandeln, sondern ebenso, wie das komplexe und raffinierte System „Mode“ insgesamt funktioniert. Von der Kreation bis hin zur Ver¬marktung veranschaulicht sie auch die Strategien der Modekonzerne und Designer. Die Ausstellung lädt darüber hin¬aus ein, selbst aktiv zu werden und beispielsweise eine Jeans auf „alt“ zu trimmen, beim „Amt für jugendkulturelle Szenen“ einen Vorschlag für neue Trends einzureichen oder am Computer ein eigenes Tartan-Karomuster zu entwerfen.

Von den Kuratorinnen Vera Franke und Bitten Stetter für das Museum für Kommunikation Berlin konzipiert, ergänzt das Gewerbemuseum Winterthur die in Deutschland sehr erfolgreiche Ausstellung Fashion Talks mit Themen aus der Schweiz – insbesondere zu Mode, Jugend und Migration – sowie mit der Sammlung „Jeansdinge“ von Katharina Tietze und Katharina Hohmann. Im vielfältigen Rahmenprogramm werden zudem Events in Kooperation mit der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel (HGK/FHNW) sowie mit der Designgut Winterthur entwickelt.


Informationen

Eventlokalität

Gewerbemuseum Winterthur

Kirchplatz 14

Winterthur

Preis CHF

CHF 8.00 / 5.00

Die hier aufgeführten Inhalte werden von den regionalen/lokalen Tourismusbüros gepflegt, weshalb Schweiz Tourismus keine Garantie für die Inhalte übernehmen kann.

Wählen Sie eine andere Ansicht
für Ihre Ergebnisse: