Das Handy der Alpen

Chalet Hotel Larix Davos, Jakobshorn

Chalet Hotel Larix Davos, Jakobshorn

Davos - Schatzalp Panorama Hotel

Davos - Schatzalp Panorama Hotel

Davos Dorf - Weissfluhjoch

Davos Dorf - Weissfluhjoch

Sommer-Schlittelbahn, Blick zur Strelaalp

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Davos 180° Panorama mit Jakobshorn

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Parsenn Weissfluhjoch, Klosters

Parsenn Weissfluhjoch, Klosters

Schatzalp Panorama-Restaurant

Schatzalp Panorama-Restaurant

Schatzalp / Schiahorn

Schatzalp / Schiahorn

Davos - Bolgen

Davos - Bolgen

Davos, Strelaalp

Davos, Strelaalp

Monstein 2

Monstein 2

Sertig

Sertig

Davos - Strelapass

Davos - Strelapass

Davos - St.Johann / Rinerhorn

Davos - St.Johann / Rinerhorn

Weissfluhjoch

Weissfluhjoch

Davos Wiesen

Davos Wiesen

Bergrestaurant JSCHALP Jakobshorn Davos

Bergrestaurant JSCHALP Jakobshorn Davos

Davos - Sky Views 4

Davos - Sky Views 4

Davos - Jakobshorn 2

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Davoser Bergwelt

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Davos - Schatzalp-Bahn

Davos - Schatzalp-Bahn

Davos - Strelaberg

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Davos - Golfplatz / Dischma

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Davos - Eisstadion

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Davos - Kirchlispitzen / Sulzfluh

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Davos Platz - Schweizerische Alpine Mittelschule Davos

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Davos - Jakobshorn

Davos - Jakobshorn

Davos - Parsenn

Davos - Parsenn

Rinerhorn, blick auf Jakobshorn

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Parsenn

Parsenn

Davos Platz - Jakobshorn

Davos Platz - Jakobshorn

Bergrestaurant Châlet Güggel Jakobshorn Davos

Bergrestaurant Châlet Güggel Jakobshorn Davos

Das Alphorn ist das Schweizer Nationalinstrument schlechthin. Wie es dazu gekommen ist und was das Alphorn zu etwas Besonderem macht, erzählt Alphornbauer Beat Kollegger im Gespräch.

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MySwitzerland Woher kommt die Alphornmusik? Was ist ihr Grundgedanke? Beat Kollegger Der genaue Ursprung des Alphorns lässt sich nicht eindeutig festlegen. Die ersten Nennungen des Begriffs Alphorn datieren von 1527 und stammen aus dem Kloster St. Urban bei Langenthal. Klar ist: Schon immer haben die Menschen in den Alpen Hörner geblasen, ob aus Holz, Horn oder Knochen. Früher war das Alphorn ein Signal- und Hirteninstrument – das Handy der Alpen sozusagen. So konnte man sich über die Berge und Täler hinweg verständigen, warnen oder auch den Alpsegen verkünden. Und die Hirten haben mit dem Alphorn die Kühe zusammengetrieben oder sie beruhigt. Das zeigt denn auch die Besonderheit der Alphornmusik: Sie besteht aus 15 Naturtönen. Einer davon, das berühmte Alphorn-Fa, lässt sich nur mit einem Alphorn erzeugen. Die Klänge des Alphorns berühren den Menschen ganz tief in seiner Seele und können sogar Heimweh auslösen. Deshalb war es damals in fremden Kriegsdiensten verboten, das Alphorn zu spielen. Wie sind Sie Alphornbauer geworden? Diesen Beruf kann man eigentlich nicht erlernen, man wird es einfach. Ich bin gelernter Schreiner und Instrumentenbauer. Später habe ich mich zusätzlich zum Musiker und Dirigenten weitergebildet. Diese Kombination von Holz- und Musikwissen ist für den Alphornbau natürlich ideal. Woraus besteht ein Alphorn und wie wird es gebaut? Es gibt drei Arten von Alphörnern: das normale, lange Horn; den kurzen, gebogenen „Büchel“, der vor allem in der Innerschweiz gespielt wird; und schliesslich die Bündner Oberländer Tiba (gesprochen „Tüba“) aus Metall oder Glas. Ein Alphorn ist dreiteilig, bestehend aus einem Becher, einem Mittelstück und einem Endstück, auch Handstück genannt. Der Becher ist nach oben gebogen, damit die Töne nicht in den Boden gespielt werden. Die einzelnen Teile werden ineinander gesteckt, Gummiringe dienen der Abdichtung. Aussen wird es mit Peddigrohr umwickelt – früher nahm man dazu Rinde oder Wurzeln. Ein Alphorn in der Tonart Ges ist 3,4 m lang, eins in F misst 3,6 m. Für unsere Alphörner verwenden wir ausschliesslich „Mondholz“ von hiesigen Fichten und Haselfichten aus dem Albulatal. Mondholz wird bei richtigem Mondstand kurz vor Neumond geschlagen. Das Wissen um dessen ausserordentliche Qualität ist uralt und heute sogar wissenschaftlich belegt. Was ist beim Bau eines Alphorns besonders wichtig? Jeder Alphornbauer hat seine eigene Machart. Das Wissen wird eigentlich nicht weitergegeben. Ich investiere viel Zeit und Denkarbeit in die Optimierung unserer Alphörner. Dabei sind zahlreiche Faktoren gleichermassen entscheidend: Stimmung, Ansprache und Klangqualität, Wandstärke und Konus, die Auswahl des Holzes sowie die Mensur des Instrumentes. So sind wir zum Beispiel die einzigen, die beim Becher eine feine Feder einbauen. Ein Alphorn wird heute mit computergesteuerten CNC-Fräsern zugeschnitten. Der Rest ist reine Handarbeit, so zirka 25 bis 30 Stunden pro Instrument. Wie wird ein Alphorn gespielt? Und wo? Geblasen wird das Alphorn wie eine Trompete, also mit einem Kesselmundstück. Darum gehört es auch zu den Blechblas-, und nicht zu den Holzinstrumenten; obwohl es aus Holz gefertigt ist. Alphornmusik ist an Jodel- und Älplerfesten, aber auch an 1.-August-Feiern oder Dorf- und Gemeindefesten zu hören. Und natürlich üben Alphornbläserinnen und -bläser auch ich der freien Natur. Das Alphorn wird Solo, im Duo, Trio, Quartett oder im Sextett gespielt. Welche Alphornmusik mögen Sie am liebsten? Die melodiöse. Das Alphorn wird heute nicht nur als nostalgisches Traditionsinstrument, sondern auch im Rock, Pop oder Jazz eingesetzt. Und seit den 70ern kommt es sogar als Konzertinstrument zum Einsatz. Die Profi-Alphornbläserin Eilana Burki zum Beispiel spielt auf ihrem Alphorn Jazz, Tango oder Latino-Rhythmen. Ich finde es gut, dass das Alphorn auch in der modernen Musik Einzug hält. Obwohl mir persönlich die klassischen, ursprünglichen Melodien besser gefallen. Was für Menschen kaufen ein Alphorn? Alle, die Freude an seinen Naturklängen haben. Das sind Berufsmusiker, aber auch Private, Junge und Alte. Zum Beispiel gehört Clown Roli (Roli & Gaston) vom Zirkus Nock zu meinem Kunden- und Freundeskreis. Wie viele Alphörner bauen Sie pro Jahr und was kostet eins? So 10 bis 20 Stück. Ein Alphorn kostet zwischen 2500 und 3000 Schweizer Franken.

Verkaufen Sie Ihre Alphörner auch ins Ausland? Ja, teilweise. Erst kürzlich durften wir dem Schweizer Botschafter aus Indonesien ein Alphorn liefern. Allerdings ist die Schweiz unser Hauptmarkt. Die beste Referenz ist mit Bestimmtheit die hohe Qualität unserer Instrumente, das Preisniveau und letztlich die Ehrlichkeit beim Geschäft.



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