Das Dorf Hallwil im reformierten Aargau ist das einzige weit herum,
das einen ganzen Zyklus von Bräuchen bewahrt hat, die sich innerhalb
eines Monats abspielen. Allerdings geht es nicht ohne Initiative und
organisatorische Mithilfe Einzelner im Hintergrund ab.
Den Auftakt macht das Chlauswettchlöpfe am letzten November oder ersten Dezembersonntag. Knaben, Jugendliche und junge Männer messen sich in drei Kategorien im Knallen mit drei bis fünf Meter langen Peitschen. Eine sachkundige Jury bewertet die Leistungen nach strengen Massstäben. Für die Erstplazierten steht ein reicher Gabentisch bereit, der Beste erhält eine Zinnkanne als Wanderpreis. Höhepunkt des Tages ist der Gesamtvortrag von etwa dreissig Teilnehmern.
Sechs Knaben von dreizehn bis vierzehn Jahren, die das Knallen beherrschen, führen am zweiten Donnerstag im Dezember das Chlausjage durch. Sie verkörpern sechs traditionelle Maskentypen und besuchen so die Häuser des Dorfes, den Kindern je nach Erfordernissen Geschenke und Ermahnungen austeilend.
Sieben Mädchen der gleichen Altersstufe pflegen am Heiligabend und an Weihnachten einen Brauch, der sich im engsten Dorfkreis abspielt. Das weiss gekleidete, mit Schleiern verhüllte Wiehnechtchind (Weihnachtskind) und sechs Begleiterinnen in rosafarbigen Gewändern besuchen am Abend die Familien des Dorfes. Das Wienechtchind begrüsst die Anwesenden mit einem stummen Händedruck und verteilt den Kindern Gebäck, während die Begleiterinnen ein Weihnachtslied singen. Stumm wie der Gruss ist auch der Abschied.
Am Silvesterabend gegen Mitternacht versammelt sich die Bevölkerung auf einem Hügel oberhalb des Dorfes um einen brennenden Holzstoss. Um zehn vor zwölf Uhr beginnt eine Gruppe von acht Männern mit Dreschflegeln im Takt auf eine etwa tischgrosse Holzfläche am Boden zu schlagen. Kurz vor Mitternacht hören sie auf, um nach den Glockenschlägen des Jahreswechsels stärker wieder einzusetzen. Nach einer guten Viertelstunde ist die Luft "gereinigt", der Spuk beendet.
Der Bärzelistag (2. Januar) bringt den Abschluss des Brauchzyklus. Fünfzehn ledige Erwachsene vereinigen sich zu einer Maskengesellschaft, die fünf "Grüne" und fünf "Dürre" sowie ein Kamel mit Kameltreibern verkörpern. Die Grünen sollen den Frühling, das Leben symbolisieren, die Dürren stellen den Winter, den Tod dar. Am frühen Nachmittag rennen die Figuren allerlei Unfug treibend durch das Dorf, später auch durch die Nachbarorte, um schliesslich ihr tolles Treiben mit einem gemeinsamen Nachtessen zu beenden.
Den Auftakt macht das Chlauswettchlöpfe am letzten November oder ersten Dezembersonntag. Knaben, Jugendliche und junge Männer messen sich in drei Kategorien im Knallen mit drei bis fünf Meter langen Peitschen. Eine sachkundige Jury bewertet die Leistungen nach strengen Massstäben. Für die Erstplazierten steht ein reicher Gabentisch bereit, der Beste erhält eine Zinnkanne als Wanderpreis. Höhepunkt des Tages ist der Gesamtvortrag von etwa dreissig Teilnehmern.
Sechs Knaben von dreizehn bis vierzehn Jahren, die das Knallen beherrschen, führen am zweiten Donnerstag im Dezember das Chlausjage durch. Sie verkörpern sechs traditionelle Maskentypen und besuchen so die Häuser des Dorfes, den Kindern je nach Erfordernissen Geschenke und Ermahnungen austeilend.
Sieben Mädchen der gleichen Altersstufe pflegen am Heiligabend und an Weihnachten einen Brauch, der sich im engsten Dorfkreis abspielt. Das weiss gekleidete, mit Schleiern verhüllte Wiehnechtchind (Weihnachtskind) und sechs Begleiterinnen in rosafarbigen Gewändern besuchen am Abend die Familien des Dorfes. Das Wienechtchind begrüsst die Anwesenden mit einem stummen Händedruck und verteilt den Kindern Gebäck, während die Begleiterinnen ein Weihnachtslied singen. Stumm wie der Gruss ist auch der Abschied.
Am Silvesterabend gegen Mitternacht versammelt sich die Bevölkerung auf einem Hügel oberhalb des Dorfes um einen brennenden Holzstoss. Um zehn vor zwölf Uhr beginnt eine Gruppe von acht Männern mit Dreschflegeln im Takt auf eine etwa tischgrosse Holzfläche am Boden zu schlagen. Kurz vor Mitternacht hören sie auf, um nach den Glockenschlägen des Jahreswechsels stärker wieder einzusetzen. Nach einer guten Viertelstunde ist die Luft "gereinigt", der Spuk beendet.
Der Bärzelistag (2. Januar) bringt den Abschluss des Brauchzyklus. Fünfzehn ledige Erwachsene vereinigen sich zu einer Maskengesellschaft, die fünf "Grüne" und fünf "Dürre" sowie ein Kamel mit Kameltreibern verkörpern. Die Grünen sollen den Frühling, das Leben symbolisieren, die Dürren stellen den Winter, den Tod dar. Am frühen Nachmittag rennen die Figuren allerlei Unfug treibend durch das Dorf, später auch durch die Nachbarorte, um schliesslich ihr tolles Treiben mit einem gemeinsamen Nachtessen zu beenden.




0 Kommentare