Der Velokurier mit Zeit. Mit dem Velo durch Berns unentdeckte Quartiere.

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Einleitung

Pedalt Ivo Magistretti durch Bern, fühlt er sich frei. Er mag den Charme, der so unterschiedlichen Quartiere der Stadt. Und die Menschen, die in den Quartieren leben. Diese hätten Zeit für einander. Das finde er nirgendwo sonst.

Bern.

In der Bundesstadt hat jedes Quartier seinen eigenen Charakter. Die Orte sind Treffpunkte sowohl für Einheimische, als auch Touristen.

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Bern
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Neben ihm UNESCO-Weltkulturerbe, unter ihm die Aare. So beginnt Ivos Tag.

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Mit einem Rap zum Traumjob.

Ivo Magistretti ist Velokurier. So glücklich wie jetzt war er in einem Job noch nie. Der Berner, der zuvor in verschiedenen Bereichen tätig war, ist froh, heute einen Beruf an der frischen Luft zu haben. Zu seinem Traumjob Velokurier ist er durch einen Rap gekommen. Er filmte sich, wie er durch Bern fährt, den Text dazu rappte er selber. Sein Bewerbungsvideo wurde zum viralen Hit.

Ivo Magistretti

Erster Halt Schoggikuchen.

Der Tag ist noch frisch, das Licht sanft. Ivo braust über die Lorrainebrücke in die Länggasse zum Café Apfelgold. Hier gibt es Ivos Lieblings-Schoggikuchen. Er holt einen Harass Apfelsaft ab, den er ins Marzili-Quartier liefern muss. Weil der Velokurier jede Ecke Berns kennt, ist er schnell. Es bleibt Zeit für einen kurzen Schwatz.

In den Berner Quartieren nimmt man sich Zeit füreinander, tauscht sich aus. Eine starke Eigenschaft dieser Stadt.
Ivo Magistretti

Der Velokurier mag die Geborgenheit der Quartiere.

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Jedes Quartier hat sein eigenes Gesicht.

Einen Espresso bekam er schon am Anfang seines Arbeitstages. Im Bio-Lädeli Q-Laden. Dieses befindet sich gleich neben der Velokurierzentrale im Lorraine-Quartier und ist meistens Ivos erste Station. Auch hier kennt er die Betreiber, auch hier nimmt man sich Zeit. «Das ist einfach BernDiesen Satz braucht der Velokurier oft. Spricht er über Bern, funkeln seine Augen.

Es gibt unendlich viele Abkürzungen und Schleichwege. Ich kenne immer noch nicht alle.
Ivo Magistretti

Im Sommer findet das Leben in und an der Aare statt.

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Ivo packt den Harass Apfelsaft in seinen riesigen Rucksack und verschwindet Richtung Monbijoubrücke beim Kirchenfeldquartier. Sein Blick schweift über die glasklare, grünblaue Aare und dann hoch zum Hausberg Gurten. Über einen Schleichweg und vorbei am Kulturzentrum Gaskessel erreicht er das Aare-Ufer und das Quartier Marzili. Hier dreht sich alles ums Wasser.

Ivo hat keine Zeit für ein Bad. Er liefert den Apfelsaft ins Restaurant Marzer. In einer ruhigen Gasse liegt dieses, direkt unter dem Bundeshaus. In der gemütlichen Beiz isst der ehemalige Koch einen Happen.

Fahre ich mit dem Velo durch Bern, fühle ich mich frei.
Ivo Magistretti

An der Aare haben alle ein Lächeln im Gesicht.

Durch das Mattequartier beschleunigt Ivo noch einmal, bevor er an seinem letzten Stopp, der Pop-up-Bar Trybhouz, ankommt. Wie in allen Berner Quartieren herrscht hier diese «Nume-nid-gsprängt»-Kultur. Ein perfekter Ort, um den Tag abzurunden mit einem Sprung in die erfrischende Aare.