Seerücken-Route
Übersicht
Einleitung
Naturidyll und tote Bunker in friedlicher Symbiose im Scharenwald, prächtige Riegelbauten im Weinland Stammheim, dann strampelnd auf den grünen Seerücken, unspektakulär friedlich durch wellige Wiesen und kleine Wälder, vorbei an einsamen Einzelhöfen.
Beschreibung
Im Norden der Schweiz, in der Nähe des berühmten Rheinfalls, liegt die alte Handels- und Handwerkerstadt Schaffhausen. Die gut erhaltene Altstadt ist für ihre schönen Erker bekannt. Über 170 sollen es sein, an einigen entdeckt man wasserspeiende Drachen und seltsam anmutende Fische. Hoch über diesen Kunstwerken wacht stoisch der Munot, das Wahrzeichen der Stadt.
Die Etappe führt zu Beginn dem Rhein entlang in den Scharenwald und weiter zum Rheinkastell, einem militärhistorischen Denkmal von nationaler Bedeutung. Am 22. Mai 1799 liess der österreichische Erzherzog Karl zwei Behelfsbrücken über den Rhein bauen, welche in der übernächsten Nacht von rund 25’000 Männern überquert werden konnten. Im mittelalterlichen Brückenstädtchen Diessenhofen wird der Rhein wieder verlassen.
Durch eine ländliche Gegend führt die Etappe dem Geisslibach entlang nach Unter- und Oberstammheim. Riegelhäuser par excellence! Der Gasthof Hirschen von 1684 gehört zu den eindrücklichsten Fachwerkhäusern der Ostschweiz. Zwischen den Weindörfern Nussbaumen und Hüttwilen, eingebettet in eine geschützte Wiesenlandschaft, liegt der kleine Hüttwilersee. Das idyllische Strandbad ist umgeben von Schilf, Gebüsch und Bäumen. Nächster Ort an der Strecke ist Herdern. Das dortige Schloss gehörte einst dem Kloster St. Urban, seit 1995 ist es ein Heim für Menschen mit psychischen und sozialen Problemen. Im angegliederten Gutsbetrieb erprobt man sich an einer regenerativen Landwirtschaft.
Einen regenerativen oder erholsamen Eindruck hinterlassen auch die wiederkehrenden Waldabschnitte. Die Siedlung Gündelhart wird durch die Katholische Kirche St. Mauritius mit ihrem lustigen Zwiebelturm geprägt. Und natürlich trägt auch das Schloss seinen Teil dazu bei, dass Gündelhart im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz aufgeführt ist. Wo der Zeppelin leise surrt, kann auch der Bodensee nicht weit weg sein. Zuerst aber geht es vorbei an einsamen Einzelhöfen, grossen Nussbäumen und Obsthainen. Dann ein Getreidesilo, aus der Ferne könnte man das jedenfalls meinen. Aber es ist der "Napoleonturm" bei Hohenrain. Der ursprüngliche Turm aus dem 19. Jahrhundert war 21 Meter hoch. Der neue ist fast 40 Meter hoch und über 208 Treppenstufen aus Lärchenholz zu erklimmen. Oben eröffnet sich ein herrliches 360-Grad-Panorama vom Bodensee über den Säntis bis zu den Riesen im Berner Oberland.
Immer zahlreicher werden danach die Apfel- und Birnenhaine. "Mostindien" heisst es hier nicht umsonst. Nach Wäldi geht es weiter durch den Tägerwiler- und Nüwilerwald. Hoch sind die Tannen hier, dagegen sind die riesigen Steine im Findlingsgarten Schwaderloh an der Autobahn fast schon Winzlinge. In den beiden Bommerweihern badet ein Heer wunderschöner Seerosen, Frösche tauchen auf und ab. Sie empfangen einen eingangs Siegershausen, wo die Tour endet.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Schaffhausen
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|---|---|
| Zielort |
Siegershausen
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| Aufstieg |
660 m
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| Abstieg |
500 m
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| Distanz |
55 km
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| Distanz auf Asphalt |
45 km
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| Distanz auf Naturbelag |
10 km
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| Konditionelle Anforderungen |
Mittelschwer
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Fakten
Routennummer
