Sentiero Cristallina
Übersicht
Einleitung
Das Val Bavona ist geprägt von steilen Berghängen, wilder Vegetation, viel Gestein und zwölf rustikalen Weilern. Sehr speziell: Die in Felshohlräume hinein gebauten Behausungen. Sehenswert: Der 50 m hohe Wasserfall in Foroglio.
Beschreibung
Der Startpunkt Bignasco befindet sich am Ende des Maggiatals und am Anfang des Val Bavona. Steile Berghänge und ein schöner Wasserfall mit Bademöglichkeiten prägen den Ort.
Kurz nach dem Start geht man durch den Kastanienwald oberhalb des Bavona-Bachs vorbei an Cavergno bis zum Kraftwerk I Mulitt. Die mit Moos bewachsenen Steine und die kleine Holzbrücke über den Ri di Chignöö sind wunderschön.
Der Kastanienbaum wird übrigens auch Brotbaum genannt, da er früher im ärmlichen Tessin das Überleben im Winter sicherte. Die Edelkastanien lassen sich gut lagern und aus dem kohlenhydrathaltigen und vitaminreichen Mehl konnte man Brot backen.
Nach einem kurzen Aufstieg über natürliche Steintreppen, entlang alter, moosbewachsener Trockenmauern, vorbei an den manchmal mystisch anmutenden Kastanienbäumen erreicht man auf wunderschönen und abwechslungsreichen Wegen die ersten speziellen Behausungen des Val Bavona. Hier sieht man, wie die Bewohnenden des Tals es verstanden, die Natur zu nutzen, anstatt sie umzugestalten. Unter grossen Monolithen wurde Unterschlupf gesucht und die Räume unter den Steinplatten als Lagerräume, Öfen oder Ziegenställe genutzt und den Bedürfnissen angepasst. Das natürliche Dach wurde manchmal zusätzlich zugemauert.
In Foroglio angekommen, hat man etwas mehr als die Hälfte des Wegs hinter sich. Die kleinen Häuser, die sich um die Kirche schmiegen und der beeindruckende, etwa 100 Meter hohe Wasserfall machen dieses Dorf zum bekanntesten Ort des Bavonatals.
Der Weg geht weiter zum Weiler Roseto und nach Sonlerto durch die perfekt in die Landschaft integrierten kleinen Dörfer. Der Dorfkern von Sonlerto wurde zwischen den Felsbrocken eines prähistorischen Bergrutsches gebaut. Erstens aus Schutz aber auch um dem knappen Weideland nicht zu viel Fläche zu rauben. Teils alt, teils perfekt renoviert, wetteifern die Rustici – so nennt man im Tessin die Steinhäuser – hier um das Auge des Betrachters. Die Gärten sind meist sehr gepflegt und die Hortensien blühen um die Wette.
Dann ist schon bald das Ziel in San Carlo erreicht. Das Dorf wurde erst um 1700 erbaut. Da die Winter damals nicht im Ort verbracht wurden war es auch nicht nötig, die Häuser eng zusammen zu bauen. Von hier aus geht die Seilbahn San Carlo-Robièi hoch zum Stausee Lago di Robièi.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Bignasco
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|---|---|
| Zielort |
S. Carlo (Val Bavona)
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| Richtung |
Einweg
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| Aufstieg |
900 m
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| Abstieg |
400 m
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| Distanz |
13 km
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| Dauer |
4 h 30 min
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| Dauer umgekehrte Richtung |
4 h
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| Technische Anforderungen |
Mittelschwer
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| Konditionelle Anforderungen |
Schwierig
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Fakten
Routennummer
