Naschwandern im Garten Eden. Unterwegs auf dem Fricktaler Höhenweg.

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Einleitung

Über sanfte Hügel und saftige Wiesen, durch rauschende Wälder und schmucke Dörfer – wer gerne genussvoll wandert, ist auf dem Fricktaler Höhenweg genau richtig. In zwei bis vier Tagen führt er vom Weindorf Mettau über die Höhen des Tafeljuras in die Zähringerstadt Rheinfelden. Das Beste: Unterwegs warten Kirschbäume der lokalen Bauern auf hungrige Wanderer – Naschen erlaubt!

Fricktal – Teil des Juraparks Aargau

Eingebettet zwischen Aare und Rhein liegt die Hügellandschaft des Aargauer Juras – des grössten Natur- und Erholungsraums zwischen Basel und Zürich.

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Jurapark Aargau
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Genusswandern par excellence.

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Ohne Schweiss kein Preis?

Die Schweiz ist bekannt für ihre Berge. Die Alpen nehmen 60% der Gesamtfläche der Schweiz ein. 48 Schweizer Gipfel knacken die 4000er-Grenze. Was für den einen Wanderer den Reiz ausmacht, wirkt auf andere unerreichbar. Wandern in der Schweiz gleich steil, hoch und schwierig? Oh nein! Eine Vielzahl der Wanderwege im Jura, im Mittelland und in den voralpinen Gebieten bietet Genusswandern vom Feinsten. So auch im Fricktal in der Region Aargau.

Der 60 km lange Fricktaler Höhenweg ist eine Mehrtagesroute abseits ausgetretener Pfade. Und erst noch ganzjährig begehbar. Auf Flur- und Waldwegen führt er mit wenig Höhendifferenzen durch eine weitgehend intakt gebliebene Natur- und Kulturlandschaft. Schon kurz nach dem Start im Weindorf Mettau steht man mitten drin im Garten Eden.

Weitblick unter den Wolken.

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Der Cheisacherturm

Ein bisschen Schweiss muss dennoch sein – zumindest für diejenigen, die den Aus- und Weitblick schätzen. Die Aussicht vom Holzturm auf dem Cheisacher (698 m ü. M.) entschädigt für die zahlreichen Treppenstufen: Der Blick schweift von den Höhenzügen des Schwarzwalds über die Hügelketten des Juras bis zu den Alpen. Balsam für die Augen.

Kirschbäume prägen das Fricktal.

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Von «Naschbäumen» ist gut Kirschen essen

Das Fricktal ist weitum bekannt für seine Kirschbäume. Besonders im Frühling, wenn die Bäume in voller Blüte stehen, locken sie Wanderer und Fotografen von nah und fern an. Sinnesfreuden für den Gaumen bietet der Sommer: Zahlreiche Kirschbäume im Jurapark laden entlang des Wegs zum Naschen ein.

Von den mit blauen Bändern markierten ‹Naschbäumen› dürfen Kirschen explizit gepflückt werden.
Charlotte Häseli, Landwirtin mit Hochstammbäumen im Fricktal

Frauenpower in der Landwirtschaft

Auch Charlotte Häseli bietet Kirschen zum Naschen an. Oberhalb Gipf-Oberfrick führt sie mit ihrer Tochter Judith in dritter Generation den landwirtschaftlichen Familienbetrieb. Aus den angebauten Brennkirschen stellen die engagierten Frauen in der eigenen Brennerei Fricktaler Kirsch (Kirschenbrand), Eierkirsch und Kirschenlikör her. Daneben führen sie einen Mutterkuhbetrieb und halten Freilandschweine. Mit neuen Ideen wie der 2017 gestarteten Zanderzucht schaffen sie die Balance zwischen Tradition und Innovation.

Judith und Charlotte Häseli
Die Wanderer haben grosse Freude an den Naschbäumen.
Charlotte Häseli

Die Fricktaler Hochstammbäume gehören zum lokalen Kulturgut. Die Naschbäume machen dieses erlebbar. «Die Wanderer haben grosse Freude an den Naschbäumen», stellt Charlotte Häseli zufrieden fest, «und sie sind sehr interessiert an unserer Arbeit». Mutter und Tochter Häseli schätzen diesen Austausch. Sei es auf dem Feld, in ihrem Hofladen oder am Marktstand.

Rein in die Entspannung in Rheinfelden

Nach 60 km in den Beinen freut sich so manch ein Wanderer über die Annehmlichkeiten einer Stadt. In der autofreien Altstadt von Rheinfelden lässt man die Wanderzeit in einem der Cafés wunderbar ausklingen. Die müden Füsse erfrischt anschliessend ein kühles Fussbad im Rhein. Wer’s lieber warm mag, sollte sich die Wellness-Welt Sole Uno nicht entgehen lassen. Rein in die verdiente Entspannung!

  • 60 km lang ist der ausgeschilderte Fricktaler Höhenweg.
  • 2–4 Tage benötigt man für den Weg – je nach gewünschter Wanderzeit pro Tag.
  • 745 m ü. M. Der Tiersteinberg oberhalb Gipf-Oberfrick ist der höchste Punkt.

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