Arc jurassien
Übersicht
Einleitung
In Thal viel Landwirtschaft zwischen zwei Juraketten, die Keramikindustrie ist Geschichte. In Balsthal überwachen Burgen und Ruinen die Taleingänge. Im Baselbiet wandelt sich der Kettenjura zum Tafeljura, es tauchen die ersten Kirschbäume auf.
Beschreibung
Welschenrohr, einst Zentrum der Solothurner Uhrenindustrie, liegt am Rand der berühmten Wolfsschlucht im Naturpark Thal im Solothurner Jura. Die Gegend ist geprägt von einer einzigartigen Kombination aus Natur- und Kulturlandschaft, aus Geschichte und Gegenwart. Hier läuft auch das Wisentprojekt, ein Versuch, diese urtümlich anmutenden Tiere wieder auszusiedeln. Wisente sind die grössten Säugetiere der Schweiz.
Der Veloweg folgt dem Flusslauf der Dünnern bis nach Balsthal. Der Ort setzt sich zusammen aus dem Dorf Balsthal, der Klus und dem Weiler St. Wolfgang. Von weitem zu sehen: die Burgruine Neu-Falkenstein, deren Ursprung bis ins 12. Jahrhundert zurückgeht. Die mittelalterliche Burg hat eine bewegte Geschichte hinter sich. 1798 steckte sie die wütende Landbevölkerung in Brand, worauf die Ruine ihrem Schicksal überlassen wurde und zerfiel.
Von Balsthal aus führt die Route entlang des Augstbachs bis nach Langenbruck. Kurz davor bei Holderbank wird die Kantonsgrenze nach Baselland überquert. Von Langenbruck über den Oberen Hauenstein steigt der Veloweg leicht an. Der Obere Hauenstein ist mit seiner alten Römerstrasse ein geschützter historischer Verkehrsweg und ein typisches Gebiet des Faltenjuras. Hier rollten schon die Römer mit ihren Wagen durch und hinterliessen ihre Spuren. Der Pass spielte als Verbindung vom Hochrhein ins Mittelland eine wichtige Rolle. In der heutigen Zeit bildete der Obere Hauenstein, bis zur Eröffnung der Autobahn A1, die wichtigste Verkehrsverbindung zwischen Basel und Solothurn. Die Passhöhe in Langenbruck liegt auf bloss 734 Meter Höhe. Früher gab es hier einen Skilift, heute kurvt es sich zackig die Sommerrodelbahn hinunter. Die teils schiefen, historischen Häuser verleihen dem ehemaligen Passdorf Langenbruck einen ganz eigenen, authentischen Charme.
Die Etappe verläuft auf kurvigen Strassen weiter hinunter nach Waldenburg, wo sie auf den vorderen Teil der Frenke trifft, einem Fluss, der bis Liestal fliesst. Bekannt ist der Burgenort durch die Waldenburger Schmalspurbahn (75 cm), die bis 2021 im Einsatz war. Seit 2022 verbindet eine moderne Bahn mit Normalspur die beiden Ortschaften Waldenburg und Liestal miteinander.
Es folgt Oberdorf, dessen Geschichte bis ins 9. Jahrhundert zurückreicht. Während der Ort einst für die Seidenbandweberei bekannt war, ist es heute ein Industriedorf, das sich auf Medizinaltechnik und Feinmechanik spezialisiert hat. Im letzten Abschnitt der Etappe verläuft der Veloweg zunächst entlang eines ruhigen Flusswegs und führt dann auf flachem Gelände zwischen weiten Feldern hindurch. Schliesslich endet die Etappe in Liestal, Hauptort des Kantons Basel-Landschaft. Die Stadt präsentiert sich mit einer typischen mittelalterlichen Struktur und lädt mit ihren vielen Cafés zum Verweilen ein.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Welschenrohr
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|---|---|
| Zielort |
Liestal
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| Aufstieg |
340 m
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| Abstieg |
700 m
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| Distanz |
43 km
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| Distanz auf Asphalt |
43 km
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| Konditionelle Anforderungen |
Mittelschwer
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| Thema |
Durch ein Naturschutzgebiet
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Fakten
Routennummer
