Rigi–Reuss–Klettgau
Übersicht
Einleitung
Entlang dem Rhein, Grenze zwischen Landschaften und Ländern, weintrunken durch den deutsch-schweizerischen Klettgau, weiträumiges Tal zwischen Wutach, Rhein und Randen, schliesslich nüchternes Erwachen in der Gischt des mächtigen Rheinfalls.
Beschreibung
Auf ins Schaffhauser Blauburgunderland, das Klettgau steht auf dem Programm. Im Regenschatten des Schwarzwalds gelegen, handelt es sich um eine äussert trockene, sonnige Gegend. Und um das grösste Weinbaugebiet der Deutschschweiz. Die Region im südbadischen Landkreis Waldshut bildet den deutschen Teil des Klettgaus. In der Schweiz gehören Teile der Kantone Aargau, Schaffhausen und Zürich zur landwirtschaftlich geprägten Region, einer der Kornkammern der Schweiz. Die Schweiz verlässt man in Bad Zurzach, oder im Zurzibiet, unten am Rhein. Rheinheim heisst der erste Ort im nördlichen Nachbarland. Im frührömischen Legionslager Küssaberg-Dangstetten haben einst die Römer gewütet. Der sogenannte Alpenkrieg (15-14 v. Chr.) führte dazu, dass sich die einheimischen Stämme geschlagen geben mussten. Radelt man am Schild mit der Aufschrift «Römerstrasse Neckar-Aare» vorbei, handelt es sich um eine ausgewiesene Touristikstrasse und ein Teilstück der ehemaligen Fernverbindung von Comum (Como) über den Julierpass ins mittlere Neckarland. Wer die Küssaburg anschauen möchte, entfernt sich in Bechtersbohl für zwei kurze, aber stotzige Kilometer von der Velostrecke.
Garantiert gemütlich wird die Weiterfahrt nach Geisslingen und Erzingen. Den Blick auf Maisfelder und Wälder gerichtet, fährt es sich geruhsam durchs schöne Klettgau. Hie und da begegnet man der sogenannten Flaumeiche. Was nicht selbstverständlich ist, da nennenswerte Bestände dieser oft krummwüchsigen Eichenart nur noch in wenigen Landschaftsräumen Mitteleuropas vorkommen. Rund um Wilchingen, bereits wieder auf Schweizer Boden, erfreuen sonnenexponierte Rebhänge das Auge. Die Freude auf ein regionales Glas Blauburgunder am Etappenziel steigt.
Interessant präsentiert sich zuerst das kleine Neunkirch, mit hübscher Fachwerklaube am Schloss und reizvollem Obertor. Neun Kirchen stehen hier nicht, das Dorf erhielt seinen Namen wegen der einstmals neuen Kirche. Auf der Geraden nach Beringen folgt man dem Bahngleis. Überholt vom «thurbo», der Ostschweizerischen Regionalbahn, und der Deutschen Bahn, umgibt einen linkerhand das Randengebirge. Der Höhenzug gehört zum sogenannten Südwestdeutschen Schichtstufenland, das hier an den Jura anschliesst. Die höchste Erhebung auf Schweizer Boden ist der Hagen mit 912 Metern über Meer. Ins Meer fliesst irgendwann auch das Wasser des mächtigsten Wasserfalls von Europa. Der Rheinfall ist durchaus kein Reinfall. Besonders eindrücklich zeigt er sich im Sommer, wenn der Schnee in den Alpen schmilzt. Entsprechend viele Touristen hat es dann in Neuhausen und Schaffhausen mit seiner imposanten Festung, dem Munot.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Bad Zurzach
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|---|---|
| Zielort |
Schaffhausen
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| Aufstieg |
380 m
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| Abstieg |
320 m
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| Distanz |
39 km
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| Distanz auf Asphalt |
39 km
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| Konditionelle Anforderungen |
Leicht
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| Thema |
Durch ein Naturschutzgebiet
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Fakten
Routennummer
