Sense–Glâne–Veveyse
Übersicht
Einleitung
Über die Ärgera/La Gérine, dem Röstigraben zwischen der deutschen und welschen Schweiz, in der Ferne die Silhouette der Stadt Freiburg, hinunter zum Staudamm von Rossens, der 1948 den zerklüfteten Graben in den lichten Lac de la Gruyère verwandelte.
Beschreibung
Plaffeien liegt auf einer Hochebene im Sense-Oberland und ist von bewaldeten Hügeln und Bergen umgeben. Am 31. Mai 1906 wurde das Dorf mitsamt Pfarrkirche durch einen Brand in Schutt und Asche gelegt. Zwei Jahre später fand die Grundsteinlegung für die neue Pfarrkirche statt, eine schöne, neuromanische Dreischiffbasilika. Unter den Augen des Kirchengüggels beginnt die Etappe mit einem leichten Anstieg bis nach Plasselb, einem Dorf am Fusse des Schweinsberg und am Eingang des Plasselbschlunds.
Es folgt eine kurze Abfahrt zum Fluss Ärgera/La Gérine, dann eine asphaltierte Brücke darüber – und gleichzeitig auch über den Röstigraben, welcher die deutsche von der französischen Schweiz trennt. Oder die klassische Bauernrösti zum Zmorge von den pommes de terre fricassées als petit-déjeuner paysan.
Bis auf einige wenige Verbauungen im Unterlauf hat die Gérine einen weitgehend natürlichen, dynamischen Charakter. So entstehen Lebensräume für unzählige Tierarten wie Eintagsfliegen, Bachforellen und Groppen. Nach der Flussüberquerung folgt ein erneuter Anstieg bis nach Chrache. Hübsch und lieblich wirkt die Gegend mit ihren Wäldern, Pferden und Alpweiden. Fast ein wenig wie im Jura. Im benachbarten traditionellen Bauerndorf Bonnefontaine kann für die Weiterfahrt frisches Brunnenwasser aufgefüllt werden. "La seule richesse c'est l'eau" lautet die Brunneninschrift hier – da mag etwas dran sein.
Etwas dran ist auch an den Schwingern in Le Mouret, zumindest punkto Körper- und Muskelmasse. Hier findet jeweils das Freiburger Kantonalschwinget statt. Ein Denkmal mit zwei Sportlern steht vor dem grossen Restaurant. Oben am Himmel kreist der Rotmilan, im Wald ist es die Kreissäge. Traktoren, Geissen, Hühner, Hunde, Katzen, Kühe, Pferde – eine feine Aussicht hier in Treyvaux. Eine angenehme Abfahrt endet danach in Rossens, einer Gemeinde im Saanebezirk am Oberlauf des Lac de la Gruyère, durch den die Saane/Sarine fliesst. Der Stausee gehört zu den grössten der Schweiz, die Saane wird im Volksmund auch als Fluss des Röstigrabens bezeichnet.
In Estavayer-le-Gibloux hat man eine eindrückliche Aussicht auf die Dents-du-Midi. Das Etappenziel Romont, das auf einem rundlichen Hügel thront, ist bereits in Sicht. Das mittelalterliche Städtchen ist der Hauptort des Glanebezirks. Lohnend ist ein Besuch des Zisterzienserkloster Abbaye de la Fille-Dieu. Das Nonnenkloster wurde im 13. Jahrhundert von drei jungen Frauen aus der Region gegründet. Ebenso sehenswert: das Schloss von Romont, das mit den benachbarten Museen besichtigt werden kann.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Plaffeien
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|---|---|
| Zielort |
Romont FR
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| Aufstieg |
560 m
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| Abstieg |
720 m
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| Distanz |
40 km
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| Distanz auf Asphalt |
40 km
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| Konditionelle Anforderungen |
Mittelschwer
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Fakten
Routennummer
