Töss-Jona-Route
Übersicht
Einleitung
Idyllische Tössegg am Rheinknie, dann tauchen nach ländlicher Ouvertüre die Zeugen der ersten Industriebauten auf, stolze Maschinen- und Lokomotivenbauer in Winterthur und Reihen verklärt romantischer Arbeiterhäuschen.
Beschreibung
In Eglisau lohnt sich ein Augenschein im hübschen Städtchen. Direkt am Rhein gelegen und umgeben von Reben wirkt es ein wenig aus der Zeit gefallen. Ideal also, um diese gemütliche Velotour zu starten. Auf der Tössriedernstrasse sind schon manche Abenteurer aus fernen Ländern unterwegs gewesen: Solche, die auf der EuroVelo 6 vom Atlantik ans Schwarze Meer gefahren sind oder dem Rhein von seinem Ursprung bis zur Mündung in die Nordsee gefolgt. Die Töss-Jona-Route wirkt da mit ihren Wiesen und Reben schon etwas überschaubarer. Hübsch sind die Rieghäuser in Tössrieden und eine wahre Augenweide ist die Tössegg am Rheinknie.
Dort wo die Töss in den Rhein fliesst, lässt es sich gut leben. Stolze Schwäne, flanierende Paare und Ausflügler auf E-Bikes sind entspannt unterwegs. Warum nicht in der Gartenwirtschaft ein Glas Zürcherwein probieren? Wer will, kann auch eine Zusatzschlaufe auf dem 2,5 Kilometer langen WWF-Biberpfad einplanen. Danach zeigt sich Linkerhand bald das Schloss Teufen. Wie ein stattliches Herrschaftshaus inszeniert es sich vor der Erhebung des Irchel, dem knapp 700 Meter hohen Höhenzug zwischen Töss und Thur. Gemütlich fährt es sich nach Pfungen durchs Untere Tösstal, durch das der Fluss begradigt seines Weges geht.
Ihrer Wege gehen bei Wülflingen auch massenhaft Autos auf der Autobahn. Unten durch einige Velos und die Töss, entweder Winterthur hallo oder adieu sagend. «Winti», wie die Stadt von Einheimischen oft genannt wird, könnte man links liegen lassen. Könnte, sollte man aber nicht: Vor noch nicht allzu langer Zeit Standort bedeutender Maschinenbaufirmen, weiss die zweitgrösste Stadt im Kanton Zürich heute mit Kultur (reiche Museumslandschaft), Events, Konzerten und Sportanlässen vielfältig aufzuwarten. Auch die kompakte Altstadt mit ihren Bürgerhäusern, von Gotik bis Rokoko, hat ihren Reiz.
Reizvoll ist danach der Abschnitt durchs Leisental. Die Töss darf sich hier im Wald winden, krümmen, biegen und schlängeln wie sie will. Der hiesigen Fischfauna scheint das zu gefallen, etwa dem Dreistachligen Stichling, der Elritze oder der Groppe. Farbig wie die Bauwagen des Circolino Pipistrello, welcher im Schöntal sein Quartier bezogen hat, sind auch die Tibeter-Gebetsfahnen. Im Jahr 1968 wurde hier das Tibet-Institut als erstes buddhistisches Kloster ausserhalb Asiens eröffnet. Rikon ist der wohl wichtigste Ort für die Exiltibeter in der Schweiz, die wegen der Unterdrückung durch die chinesische Regierung ihr Land verliessen. Was für ein Privileg es doch ist, frei und ohne Angst nach Turbenthal fahren zu dürfen, wo die Etappe beim Bahnhof endet.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Eglisau
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|---|---|
| Zielort |
Turbenthal
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| Aufstieg |
420 m
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| Abstieg |
260 m
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| Distanz |
38 km
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| Distanz auf Asphalt |
31 km
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| Distanz auf Naturbelag |
7 km
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| Konditionelle Anforderungen |
Mittelschwer
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| Thema |
Entlang dem Wasser
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Fakten
Routennummer
