Via Albula/Bernina
Übersicht
Einleitung
Die zweite Etappe führt zu einem der Highlights der Via Albula/Bernina, dem imposanten Landwasserviadukt. Vorher geht's der schäumenden Albula entlang und auf dem «Wasserweg ansaina» zu einem der Fotopunkte für ein Erinnerungsfoto des weltbekannten RhB-Viadukts.
Beschreibung
Die zweite Etappe beginnt in Tiefencastel am Zusammenfluss von Albula und Julia. Das Dorf ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt: Hier kreuzen sich die Verkehrsachsen Nord-Süd von Chur zum Julier- und Septimerpass sowie West-Ost von der Schynschlucht zum Albula- und über Davos zum Flüelapass. Den Verkehr lässt man jedoch bald hinter sich. Nachdem die Albula überquert wurde, wandert man dem schäumenden Flusslauf entgegen. Auf der linken Seite ist die Bergflanke des Brienzer Bergsturzes sehr gut sichtbar. 1.2 Millionen Kubikmeter Gesteinsmassen brachen hier im Juni 2023 ab. Das Dorf blieb dabei zum Glück verschont. Der Berg ist jedoch immer noch in Bewegung und ein weiterer Felssturz nicht ausgeschlossen.
Nach einer Stunde erreicht man den kleinen Teich bei Gravas. Die idyllische Kulisse und eine lange Bank laden zu einer Rast ein. Etwas weiter erkennt man auf der gegenüberliegenden Seite das Dorf Surava. Der Weg führt weiter der Albula entlang, meist im Schatten und nur mit leichter Steigung. Ameisen scheinen sich hier ebenfalls wohlzufühlen: Am Weg sind mehrere Haufen zu sehen. Etwas oberhalb der Schaftobelbach-Mündung liegt der Crap Furò. Die Felsnadel bildet den geografischen Mittelpunkt Graubündens. Kurz darauf fällt der schön gelegene Golfplatz auf. Er zieht sich fast bis zum Landwasserviadukt bei Schmitten hin. Nachdem man den Fluss wiederum überquert hat, führt der Wanderweg vorbei am Bahnhof Alvaneu. Oberhalb des Golfplatzes nähert sich das Highlight der Etappe: das Landwasserviadukt, dessen drei Hauptpfeiler schon von weitem sichtbar sind. Sie wurden 1901/1902 gebaut und gelten als architektonische Meisterleistung: Die Brücke wurde nämlich ohne Gerüst gebaut, sie ist 136 Meter lang, macht gleichzeitig einen Bogen über das wilde Landwassertal und führt direkt durch die steile Felswand in den 200 Meter langen Tunnel hinein. Fünfzehn Minuten später steht man unter dem riesigen Viadukt. Doch: Ist es gar nicht das Landwasserviadukt? Das Schmittentobel-Viadukt ist sogar einen Meter länger als sein berühmter Bruder und wirkt ebenso imposant. Mit einem Umweg von knapp 15 Minuten kann man dann gleich danach zum Landwasserviadukt wandern. Nachdem man die Landwasser überquert hat, folgen die letzten 100 Höhenmeter zum Ziel der Etappe beim Bahnhof in Filisur.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Tiefencastel
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|---|---|
| Zielort |
Filisur
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| Richtung |
Einweg
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| Höhe (Meter über Meer) |
900 m ü.M.
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| Aufstieg |
420 m
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| Abstieg |
260 m
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| Distanz |
12 km
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| Dauer |
3 h 20 min
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| Dauer umgekehrte Richtung |
3 h 10 min
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| Technische Anforderungen |
Mittelschwer
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| Konditionelle Anforderungen |
Mittelschwer
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| Geeignete Jahreszeit |
Mai - Oktober
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| Thema |
Entlang dem Wasser
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Fakten
Routennummer

