Via Calanca
Übersicht
Einleitung
Zwischen Arvigo und Selma wird dem Fluss Calancasca gefolgt. Eine Seilbahn und ein Saumpfad verbinden den Talboden mit den Sonnenterrassen von Braggio und Landarenca. Barockkirchen und imposante, antike Gebäude säumen den Weg bis in Ziel nach Rossa, Ausgangspunkt für verschiedene Bergwanderungen.
Beschreibung
Arvigo liegt eingebettet zwischen steilen, bewaldeten Hängen auf einem Schuttkegel, der von der Calancasca herangetragen wurde. Der schöne Wildbach fliesst unter den Steingebäuden im Osten der Ortschaft durch das Tal. Währendem der untere Teil des tief in den Berg geschnittenen Calancatals klimatisch gesehen dem Tessin ähnlich ist, wird das Klima im hinteren Teil des Tals alpiner und kühler.
Die Wanderung beginnt auf der schönen Bogenbrücke aus Stein, die den neuen Teil des Dorfes mit dem alten verbindet. Im Bachbett sind massive Gneisblöcke zu sehen. Dieser Naturstein ist – neben dem Tourismus – von grosser wirtschaftlicher Bedeutung für das Bündner Dorf. Im Steinbruch unterhalb von Arvigo wird der bekannte dunkel gestreifte Calanca-Gneis abgebaut und vor Ort verarbeitet. Er kommt unter anderem beim Bau von Treppen, Böden und Brunnen zum Einsatz.
Ein schöner Pfad folgt dem steinigen Flusslauf des Wildbachs talaufwärts. Auf der linken Seite ist der fünfstöckige Turm der Kirche San Lorenzo sichtbar. Im Nadelwald geht es an gewaltigen, moosbewachsenen Felsblöcken und senkrechten Felswänden vorbei. Windschiefe Holzbrücken und vor langer Zeit platzierte Steinplatten ebnen den Weg.
Mit Selma wird eine kleine Siedlung erreicht, die eine Seilbahn nach Landarenca betreibt. Wer die etwa 330 Höhenmeter überwindet, erreicht den auf einer Sonnenterrasse gelegenen autofreien Weiler. Die Landflucht führt dazu, dass nur noch knapp zwanzig Menschen dauerhaft hier wohnen. Das über Jahrhunderte kultivierte Land wird heute von Hasel- und Erlenbüschen und von Waldbäumen überwachsen.
Ein von jungen Birken gesäumter Weg führt am Ufer der Calancasca entlang weiter in Richtung Norden. In Cauco sind herrschaftliche Häuser, Kapellen und barocke Kirchen anzutreffen, die von heimkehrenden Auswanderern erbaut worden sind.
Nun findet man sich plötzlich in der wunderschönen Ebene von Pian di Alne wieder. Die grösste Aue entlang des Calancasca beherbergt zahlreiche Blumenarten, Schmetterlinge, Amphibien und Vögel. Auf weiten Weiden zwischen Birken und kleinen Weihern grasen hier Rinder.
Die Calancasca noch einige Male querend wird Santa Domenica und später Augio erreicht. Zusammengeschlossen mit Rossa bilden sie das nördlichste Dorf des Calancatals. Im Osten von Augio fällt ein schöner Wasserfall 250 Meter in die Tiefe. In Santa Domenica ist der gleichnamige Sakralbau aus der Barockzeit einen Abstecher wert.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Arvigo
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|---|---|
| Zielort |
Rossa
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| Richtung |
Einweg
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| Aufstieg |
360 m
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| Abstieg |
110 m
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| Distanz |
9 km
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| Dauer |
2 h 35 min
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| Dauer umgekehrte Richtung |
2 h 20 min
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| Technische Anforderungen |
Leicht
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| Konditionelle Anforderungen |
Leicht
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| Details | Tourenbeschreibung |
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Routennummer
