Highlights auf dem Alpenpässe-Weg
Der Alpenpässeweg hat mit seinen 34 Tagesetappen viel zu bieten. 7 Erlebnisse, die man nicht verpassen sollte.
1. Greina Ebene (Etappe 4 / Etappe 5)
Die Greina-Hochebene ist eine Welt für sich. Überall pfeifen Murmeltiere. Man wandert gemütlich und ohne grosse Steigungen durch unberührte Natur. Die Landschaft der Greina ist eine Schutzzone von nationaler Bedeutung. Nur zu Fuss und erst nach einer mehrstündigen Wanderung gelangen Naturliebhaber in die einsame Gebirgslandschaft.
2. Das Simplon Hospiz (Etappe 13)
Das Simplon Hospiz ist ein eindrückliches, für die Lage ungewöhnlich grosses Gebäude aus den Anfängen des 19. Jahrhunderts. Hier trifft man auf viele Wanderer und kommt schnell mit ihnen ins Gespräch. Das Hospiz ist preiswert und bietet eine sehr gute Küche. Geführt wird es von den freundlichen Augustiner-Chorherren des Grossen St. Bernhards. Viermal täglich gibt es Gebetszeiten in der hauseigenen Kapelle.
3. Balfrin Höhenweg (Etappe 16)
Der Wandertag zwischen Saas-Fee und Grächen hat es in sich: Der Bergweg ist spektakulär und die Aussicht auf schneebedeckte Gletscher und 4000er einmalig. Der Höhenweg ist ziemlich exponiert und ist nur für trittsichere Wanderer geeignet. An manchen Stellen führt er über Geröllfelder oder tosende Bergbäche, einmal durchschreitet man sogar einen Tunnel, über den sich ein wilder Bergbach ins Tal stürzt. Nicht selten begegnet man unterwegs Steinböcken.
4. Die Steinwüste zwischen Col de Louvie und Col de Prafleuri (Etappe 22)
Auf diesem Abschnitt hat man das Gefühl, durch eine Steinwüste zu wandern. Geröllfelder und Steinblöcke reihen sich an steile Aufstiege, teilweise klettert man fast über die felsigen Steinformationen. Nur dank der Markierungen findet man die Route im weglosen Gelände. Selbst im Hochsommer sind hier vereinzelt Schneefelder anzutreffen. Eine Highlight ist der Blick vom Col de Louvie auf den schneebedeckten Grand Combin.
5. Der Col de Prafleuri, der höchste Pass des Alpenpässe-Wegs (Etappe 22)
Der Col de Prafleuri ist mit 2938 m der höchste Pass des Alpenpässe-Wegs und besticht mit toller Sicht auf den gleichnamigen Gletscher. Beim Aufstieg von der Cabane de Prafleuri sieht man häufig Steinbockfamilien. Auf dem Pass können Abenteuerlustige für eine Nacht ihr Lager aufbauen. Tipp für Biwakierer: Ein kleiner Abstecher auf Pointes des Autans machen, um die 3000-Meter-Grenze zu knacken und den Sonnenaufgang am nächsten Morgen zu geniessen.
6. Corbassière-Gletscher (Etappe 23)
Auf dem Alpenpässe-Weg kommt man dem imposanten Gletscher eindrücklich nahe. Er ist der fünftlängste Gletscher der Schweiz. Wenn man Glück hat, hört man das ewige Eis des Gletschers knacken.
7. Camping Grand St Bernard (Etappe 25)
Wer gerne campt, dem sei der Campingplatz am Fusse des Grossen St. Bernhard, in Bourg Saint Pierre auf 1600 m, empfohlen. Hier gibt es schöne, abgetrennte Zeltflächen, einen grossen Gemeinschaftsraum mit Küche zum Mitbenützen, einen Brotbestell-Service und einen freundlichen und engagierten Platzwart.
Empfohlen von Alpenpässe-Weg-Experten:
Im Sommer 2018 sind Matyas Fabian und Guy Baumgartner, Multimedia-Studenten, den gesamten Alpenpässe-Weg abgewandert. Dabei haben sie Filme, Bilder und Texte für Schweiz Tourismus produziert.
"Es gab Tage, da sprachen wir viel miteinander und an anderen war die Etappe zu anstrengend, da war es eher still zwischen uns. Die Landschaft und ihre Schönheit führen in eine ganz andere, eine ruhige und entschleunigte Welt. Da hat man Zeit, nachzudenken und sich in seinen Gedanken zu verlieren. Der Alpenpässe-Weg war ein super Erlebnis und eine Herausforderung für uns beide. Ein perfektes Sommerabenteuer, bei dem wir unserer Passion, dem Filmen und Fotografien, nachgehen konnten." Matyas und Guy