Parco Val Calanca (Kandidat)
Einleitung
Der Parco Val Calanca liegt gut geschützt durch hohe Bergketten und fernab vom Transitverkehr im italienischsprachigen Teil Graubündens. Seine Merkmale sind die wilde und unversehrte Natur, traditionelle Siedlungen aus Stein und Holz, gut erhaltene Saumwege, Baukultur und Kunst aus vielen Jahrhunderten sowie ausgezeichnete lokale Produkte.
Der Parco Val Calanca ist der kleinste Naturpark der Schweiz, aber mit einem grossen Herzen – grad so wie der herzförmige Lago di Calvaresc, den er in seinem Logo trägt.
Vom Talboden aus lösen die steilen Bergflanken Erstaunen und Bewunderung aus – oder sie können auch etwas einschüchtern. Die wilde und intakte Natur verschmilzt hier mit der traditionellen Kulturlandschaft zu einem harmonischen Ganzen. Rund 85% des Waldes im Parco Val Calanca dienen dem Schutz gegen die Naturgefahren. Darüber hinaus spielt der Wald für Landschaft und Biodiversität eine wichtige Rolle. Wildtieren bietet der Parco Val Calanca einen ausgezeichneten Lebensraum. 1955 wurde der Steinbock wieder angesiedelt, aber auch Hirsche, Gämsen, Steinadler, Birkhuhn und Haselhuhn lassen sich mit etwas Glück beobachten.
Auch wenn hier die Veränderung der Landschaft durch den Rückgang der traditionellen Landwirtschaft unübersehbar ist, sind doch viele Elemente dieser in Jahrhunderten geschaffenen Kulturlandschaft noch sichtbar: beispielsweise Ackerterrassen mit Trockenmauern, Kastanienselven und Lärchenweidewälder. Viele dieser Flächen werden heute noch bewirtschaftet und die Bauernfamilien stellen hochwertige naturbelassene Produkte her. Der Parco Val Calanca ist seit dem Jahr 2020 Anwärter auf das Label "Regionaler Naturpark".

