Suworow-Route
Übersicht
Einleitung
Die Hatz des Russengenerals geht weiter, in den Felswänden des Sernftales der geologische Welthit «Alpenüberschiebung», aus dem Berg gebrochen die Schulschiefertafeln und im Bergrat das Martinsloch, ein spektakulärer astronomischer Sonnenhit.
Beschreibung
Im Volksgarten, direkt neben dem Bahnhof Glarus, sorgt ab Mai eine «Gastrorollbar» für den Koffeinkick vor dem Start. Wenig später erinnert der Hänggiturm in Ennenda an die industrielle Vergangenheit des Glarnerlands: Hier wurden einst bedruckte Textilstoffe zum Trocknen aufgehängt. Heute beherbergt der Turm ein Museum mit einer Dauerausstellung über die Dienstmagd Anna Göldi, die 1782 als letzte Hexe hingerichtet wurde.
Textilgeschichte wartet dann auch in Mitlödi: Die Route passiert die ehemaligen Fabriken der Textildruckerei, wo unter anderem das bekannte «Glarner Tüechli» hergestellt wurde. In Schwanden zweigt die Route gegen Osten ins Sernftal ab. Das Dorf mit der ältesten mechanischen Spinnerei des Tals (Betriebseinstellung 1989) liegt am Zusammenfluss von Sernf und Linth. Bald heisst einen die Übersichtstafel «Willkommen in der Tektonikarena Sardona». Geadelt wurden hier die Jahrmillionen alten, übereinander geschobenen Gesteinsschichten mit einem Eintrag in die UNESCO-Welterbeliste.
Kurz darauf wird die Hauptstrasse verlassen und die Etappe wechselt auf einen Kiesweg durch eine herrliche Berglandschaft. Die tosende Sernf dient als Begleiterin, mächtige Felsblöcke überragen das Fahrsträsschen. Auf der Suworow-Route ruhen weder Puls noch Augen, denn stark sind die Anstiege und überall lässt sich etwas Interessantes erblicken. Bloss das Wild scheint hier zur Ruhe zu kommen: in der Wildruhezone Niderental-Wartstalden.
Im Landesplattenberg Engi wurde einst Schieferabbau betrieben. Bis heute beschäftigen sich Forschende mit den Fossilien und der Geologie. Je näher das Dorf Elm rückt, desto mehr scheint sich das Tal der Bergkristalle zu weiten. Eine weitere Augenweide ist die Sernftalbahn mit dem nostalgischen «Bähndlibistro». Die elektrische Schmalspurbahn war insbesondere für die Textilindustrie und die Steinbrüche im Sernftal von Bedeutung. Sie verkehrte von 1905 bis 1969 zwischen Schwanden und Elm.
In Elm ist die Erde für einmal nicht rund, sondern hört einfach auf. So scheint es zumindest: Eine Wand aus riesigen Bergen türmt sich auf, sie scheinen unüberwindbar. Natürlich ist dies möglich: Um zu Fuss nach Graubünden zu gelangen, sollte man allerdings bergtauglich sein. Andernfalls guckt man sich das Martinsloch – zweimal jährlich scheint hier die Sonne durch – lieber vom Museum Sardona aus an. Über den Schieferabbau weiss die Schiefertafelfabrik viel zu erzählen. Sie liegt mitten im Wakker-Dorfbild von nationaler Bedeutung. Es lohnt sich, den Aufenthalt in Elm etwas zu verlängern, denn der Ort hat definitiv noch mehr zu bieten als Elmer Citro und Ski-Legende Vreni Schneider (Gold-Vreni).
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Glarus
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|---|---|
| Zielort |
Elm
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| Aufstieg |
620 m
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| Abstieg |
130 m
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| Distanz |
21 km
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| Distanz auf Asphalt |
9 km
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| Distanz auf Naturbelag |
12 km
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| Konditionelle Anforderungen |
Mittelschwer
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| Mehr Informationen | https://schweizmobil.ch/de/veloland/route-83/etapp... |
Fakten
Routennummer
