Suworow-Route
Übersicht
Einleitung
Der alte General Suworow hetzt Radler durchs Muotatal, ungemein steil durch den Fichten-Urwald der Bödmeren, ohne Erbarmen hinauf in die Karstlandschaft am Pragelpasses, hinunter in den Fjord des glasklaren Klöntalersee und weiter nach Glarus.
Beschreibung
Rötlich leuchtet der Gipfel des Gross Mythen. Seine Färbung stammt von eisenhaltigen Tonmineralien im Mergelgestein. Rot leuchten auch die Veloschilder, die am Fluss Muota den Weg zum Pragelpass und weiter nach Glarus weisen. Ein letzter Blick zurück nach Schwyz, wo feierlich und wohlbehütet der eidgenössische Bundesbrief von 1291 aufbewahrt wird – und rein ins Vergnügen Muotatal. Den 1250 Höhenmetern, die es zu bewältigen gilt, schenkt man besser noch nicht zu viel Beachtung.
Bald ist die berühmt-berüchtigte Suworowbrücke, erbaut im Jahr 1810, erreicht. Sie erinnert an den russischen General Suworow, der elf Jahre zuvor seine Truppen über die wilde Muota gehetzt und die Franzosen besiegt hatte. Ein eindrückliches Bauwerk der Neuzeit ist die Stoosbahn: Mit einer Steigung von 110 Prozent stellt sie einen Weltrekord auf. Nicht ganz so stotzig ist zum Glück die heutige Etappe. Trotzdem: Die bis zu 18 Prozent Steigung können durchaus herausfordernd sein.
Klein ist das Dorf Muotatal, gross dafür die Gemeinde. Mit über 170 Quadratkilometern zählt sie zu den grössten der Schweiz. Nachdem einige Kilometer auf der Hauptstrasse abgespult sind, wird es deutlich geruhsamer. Es beginnt der Pragel und unten, tief im Boden, breitet sich das Hölloch aus. Mit rund 200 Kilometern ist es das zweitlängste Höhlensystem Europas.
Der Pragelpass ist am Wochenende für Autos und Motorräder gesperrt – umso besser also für Velofahrende. Mit der Silberen wird das grösste Karstgebiet der Schweiz passiert und mit dem Bödmerenwald einer der urtümlichsten Wälder der Alpen. Die bis zu 500 Jahre alten Fichten fühlen sich auf über 1000 Höhenmetern wohl. Sogenannte «Mitfahrbänkli» säumen den Weg. Eigentlich sind sie als organisierter Autostopp gedacht für alle, die zu Fuss unterwegs sind. Aber auch mit dem Velo darf man sich mal hinsetzen und die Gegend geniessen. Noch besser geht das Geniessen bei der Alpwirtschaft auf dem Pragelpass, umgeben von Kuhglockengeläute und der Bergwelt entlang des Mieserenstocks. Schliesslich müssen auch Batterien irgendwann mal neue Energie tanken. Strom braucht es auf der Abfahrt zum Klöntalersee allerdings nur wenig.
So bezaubernd der See auch ist, manchmal sucht man lieber wieder das Weite. Dann nämlich, wenn an den schmalen Badestränden vor lauter Tüchern kein Durchkommen mehr ist. Also nichts wie weiter, dem Flüsschen Löntsch entlang zum Zaunplatz, dem Glarner Landsgemeindeplatz. Immer am ersten Sonntag im Mai wird hier per Hand (mit dem Hochheben der Hand) abgestimmt. Ansonsten ist der Platz oft menschenleer. Bei der dortigen Bäckerei lässt sich die Tour wunderbar ausklingen, mit Glarner Gebäck in der Hand und den schroffen Glarner Bergen im Blick.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Schwyz
|
|---|---|
| Zielort |
Glarus
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| Aufstieg |
1250 m
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| Abstieg |
1300 m
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| Distanz |
48 km
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| Distanz auf Asphalt |
47 km
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| Distanz auf Naturbelag |
1 km
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| Konditionelle Anforderungen |
Schwierig
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| Thema |
Mit Panoramaaussicht, Über einen Pass
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| Mehr Informationen | https://schweizmobil.ch/de/veloland/route-83/etapp... |
Fakten
Routennummer
