Grand Bisse d'Ayent
Übersicht
Einleitung
Die Bisse d’Ayent ist eine der schönsten Suonen im Wallis. Die Wanderung entlang der historischen Wasserleitung startet bei der imposanten Tseuzier-Staumauer. Höhepunkt: der rekonstruierte Bretterkanal, der entlang der senkrechten Felswand am Torrent-Croix verläuft.
Beschreibung
Hoch über Sitten in einer der trockensten Regionen der Schweiz befindet sich die Grand Bisse d'Ayent. 1442 erbaut, bezieht sie ihr Wasser direkt aus der Lienne unterhalb der Mauer des Tseuzier-Staudamms (1777 m ü. M.). Die historische Wasserleitung, welche auf dieser Wanderung erkundet wird, bewässert die Hügel und Rebberge der Gemeinden Ayent und Grimisuat. Sie führt von Juni bis Oktober Wasser.
Der Start bei der Staumauer wird mit den öV ab Sion erreicht. Die ersten gut zwei Kilometer im Lienne-Tal sind sehr steil. Seit 1957 der Staudamm fertiggestellt wurde, ist der obere Teil der Bisse trockengelegt. Dennoch können entlang des Weges Spuren der Suone entdeckt werden. Nur für Schwindelfreie ist die Passage Les Follés, wo die Suone dem Felsgrat entlangführt. Nach der Bushaltestelle Le Samarin, wo die Fahrstrasse überquert wird, führt die Suone dann Wasser. Gemütlich wird nun dem plätschernden Kanal gefolgt, der an einigen Stellen lediglich ein Gefälle von 1,5 Promille aufweist.
Dann wird es spektakulär: Es folgt eine symbolträchtige Passage der Grand Bisse d'Ayent, nämlich jene in der Felswand von Torrent-Croix. Besonders eindrücklich zeigt sich hier die unglaubliche Arbeit unserer Vorfahren: Die Suone wurde mit blossen Händen an die Flanke gebaut und führt in einem schmalen Bretterkanal entlang der Felsen. Dieser wurde 1831 durch einen 95 Meter langen Tunnel ersetzt, durch welchen heute das Wasser fliesst. Der Bretterkanal, der im Jahr 2019 auf der Rückseite der 100-Franken-Note verewigt wurde, hat also eigentlich nur noch nostalgische Bedeutung. Schwindelerregend ist diese Passage der Wanderung aber trotzdem: In der Mitte des Tunnels gibt es ein Loch, das zu einer Plattform führt. Von dieser ist die ganze Anlage aussen am Berg besonders gut zu sehen. Welcher Gefahr die Suonenbauer ausgesetzt waren, wird einen hier vor Augen geführt. Wer will, kann im Ort Anzère die Tour unterbrechen oder direkt nach Arbaz weiterwandern. Das Ziel befindet sich beim Etang Long, der mitten im Dorf liegt und beliebt ist bei Fischern.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Tseuzier, Barrage
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|---|---|
| Zielort |
Arbaz, Etang-Long
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| Aufstieg |
150 m
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| Abstieg |
620 m
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| Distanz |
12 km
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| Dauer |
3 h 10 min
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| Dauer umgekehrte Richtung |
3 h 40 min
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| Technische Anforderungen |
Mittelschwer
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| Konditionelle Anforderungen |
Mittelschwer
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| Thema |
Mit Panoramaaussicht
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| Signalisierung |
Signalisation in beide Richtungen
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| Mehr Informationen | https://schweizmobil.ch/de/wanderland/route-213 |
Fakten
Routennummer
