Jurasüdfuss-Route
Übersicht
Einleitung
Die Seelandmetropole flirtet zweisprachig, der Bielerseewein gedeiht prächtig am Nordufer, die Petersinsel lädt zur stillen Einkehr, der künstliche Zihlkanal führt zum Lac de Neuchâtel, ein silbriges weites Wasser am Fusse des Juras.
Beschreibung
Die Etappe startet in Grenchen, dessen Stadtbild seit den 1950er-Jahren von der Uhrenindustrie geprägt wird. Der Weg führt vorbei am Eisenbahnviadukt, durch Industrieanlagen, Sonnenblumenfelder und Schrebergärten bis zu den Gemeinden Lengnau und Pieterlen, französisch Perles. Es scheint, als wäre der Veloweg absichtlich im Zickzackkurs angelegt worden, damit möglichst alles genauestens unter die Lupe genommen werden kann. Die Etappe führt weiter an der Tissot Arena vorbei, einer multifunktionalen Sport- und Kulturstätte.
Über Felder und durch kurze Waldabschnitte geht es in Richtung Biel. Nach einer Weile unübersehbar: das gewaltige halbrunde Holzgebäude, das einen irgendwie an eine ruhende Raupe erinnert. Es ist der Hauptsitz der Uhrenmarke Swatch, am Rande der Schüssinsel. Über 600 Bäume, die renaturierte Schüss, Spielplätze, Grünflächen und diverse Wasserlandschaften erschaffen hier eine perfekte Stadtoase, die auch schon mit Preisen ausgezeichnet wurde.
Anschliessend folgt der Veloweg dem letzten Stück des Flusses. Im zweisprachigen Biel ist die kleine, hübsche Altstadt einen Schlenker wert. Nach der Ankunft am Bielersee ist es nicht mehr weit zur Kleinstadt Nidau mit ihrem Schloss als Wahrzeichen. Es beherbergt Büros der kantonalen Verwaltung und das Schlossmuseum, welches eine Ausstellung zur Juragewässerkorrektion zeigt.
Den Nidau-Büren-Kanals überquert begleiten einen dann am Bielersee die sauber gepflegten Rebberge. Bald schweift der Blick über das Von Rütte-Gut, ein ehemaliges Patrizier-Landgut aus dem 15. Jahrhundert, hinab auf den glitzernden See. Das flache Südufer ist Teil eines Naturschutzgebiets. Die kürzlich entstandene Schwemminsel vor Hagneck schafft durch ihre Auenlandschaft neue Lebensräume. Vor allem Vögel und Amphibien scheinen es hier sichtlich zu geniessen. Bald folgt Lüscherz, wo einst Pfahlbauer lebten. Ein Schild weist den Weg zum Pfahlbaumuseum. Meist unsichtbar, aber bestens erhalten, liegen die Pfahlbauer-Siedlungen im Bielerseegebiet unter mächtigen Sedimentschichten begraben. Sie gehören zu den weltweit wertvollsten und wurden von der UNESCO in die Welterbe-Liste aufgenommen.
Durch eine ruhige Naturlandschaft folgt bald das malerische Erlach, das zu Füssen des rebenbestandenen Jolimont liegt. Hier verlässt die Route den See und bei Thielle überquert sie die Zihlbrücke. Der historische Flussübergang über die Zihl hat seine Ursprünge in der vorgeschichtlichen Zeit mit Überresten von Brücken aus der Eisenzeit, der römischen Zeit und aus dem Mittelalter.
Bis zum Etappenziel geht es durch kleinere Ortschaften dem nördlichen Seeufer des Neuenburgersees entlang, geprägt von Reblandschaften. In Neuchâtel angekommen, lädt die tausendjährige kulturreiche Stadt zum entspannten Flanieren ein.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Grenchen
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|---|---|
| Zielort |
Neuchâtel
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| Aufstieg |
320 m
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| Abstieg |
320 m
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| Distanz |
54 km
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| Distanz auf Asphalt |
43 km
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| Distanz auf Naturbelag |
11 km
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| Konditionelle Anforderungen |
Mittelschwer
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| Thema |
Entlang dem Wasser
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Fakten
Routennummer
