Nationalpark-Panoramaweg
Übersicht
Einleitung
Der Aufstieg zur Fuorcla Sesvennas führt an zwei lieblichen Bergseen vorbei. Nach dem Pass faszinieren die geologischen Formationen mit ihren verschiedenen Gesteinsfarben. Einkehrmöglichkeit auf der Alp Sesvenna oberhalb von S-charl.
Beschreibung
Die heimelige Sesvennahütte des Südtiroler Alpenvereins liegt etwas unterhalb des Schlinigpasses. Zwei kleine Bergseen befinden sich direkt neben der Hütte, die von Almwiesen umgeben ist. In westlicher Richtung beginnt auf einem schmalen Pfad zwischen Geröllbrocken hindurch und über Alpweiden der Aufstieg.
Bald erreicht man über eine steile, rutschige Rinne das flache Tal neben dem Lago Sesvenna. In der immer karger werdenden, von Geröll geprägten Landschaft fällt die schöne Alpenflora besonders auf. Der letzte steile Anstieg zur Fuorcla Sesvenna auf einer Höhe von 2‘818 Metern führt an einem weiteren blauen Bergsee entlang.
Auf der Spitze der Fuorcla Sesvenna überquert man die Grenze zur Schweiz. Zur linken Seite liegen der mächtige Piz Sesvenna, der Muntpitschen und der Fernerspitz. Über einen steilen Abstieg geht es hinunter zu den Gletschervorfeldern des stark zurückgegangenen Sesvenna-Gletschers.
Zahlreiche kleine Bäche schlängeln sich durch die Ebene und füllen den grün-weissen Lai da Sesvenna. Die vielen kleinen Seen mit ihren farbigen Steinen und Sanden bilden in dieser Gerölllandschaft die einzigen Farbtupfer. Der Weg folgt nun der rauschenden Aua Sesvenna und der Boden wird wieder grüner.
Über Alpweiden, Föhrenwälder, an Geröllhängen entlang und an gewaltigen Felsblöcken vorbei, wird die idyllische Alp Sesvenna erreicht. Im Sommer ist diese bewirtschaftet. Der Bergbach wird breiter, die Alpstrasse führt durch Arvenwälder und entlang saftiger Alpweiden zur Bushaltestelle auf dem Dorfplatz des Bergdorfes S-charl.
Das ursprüngliche Sommerdorf wird heute auch im Winter von zwei Personen bewohnt, die ganzjährig ein Gasthaus betreiben. Im 19. Jahrhundert wurden hier Blei- und Silberminen betrieben. 1904 wurde der letzte Braunbär der Schweiz in der Nähe des Dorfes erlegt. Das Museum im Dorf erzählt von seiner Geschichte.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Sesvennahütte
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|---|---|
| Zielort |
S-charl
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| Aufstieg |
660 m
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| Abstieg |
1100 m
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| Distanz |
11 km
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| Dauer |
4 h
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| Dauer umgekehrte Richtung |
4 h 35 min
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| Technische Anforderungen |
Mittelschwer
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| Konditionelle Anforderungen |
Schwierig
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Fakten
Routennummer
