Unterwalden-Route
Übersicht
Einleitung
Stille Riedwiesen am Sarnersee, die Gebeine des Heilligen Niklaus von der Flüe in Sachseln, emsige Milchwirtschaft an den Berghängen, braune Bauernhäuser über grüne Wiesen verstreut, zum Schluss der verwunschen wilde Kernwald mit seinen Felsbrocken.
Beschreibung
Am Bahnhof von Giswil begrüsst einen «dr Schacher Seppli». Die Holzskulptur markiert den Start eines Erlebnisweges, der dem berühmten Volkslied und dessen Erfinder gewidmet ist, dem Jodler Ruedi Rymann. Der Veloweg folgt zunächst den Bahngeleisen in Richtung Sarnersee. Auf dem Wasser wird gepaddelt und ge-standup-paddelt, an den umliegenden Hängen emsig Milchwirtschaft betrieben. Bis Ewil verläuft die Strecke dem Ufer entlang. Ab hier pedalt man durch weite Felder, jedoch stets mit Blick auf den See. Der Veloweg kommt an der Kapelle Edisried vorbei, die im Jahr 1592 errichtet wurde. Im Weiler selber stehen viele, oft im Originalzustand erhaltene Häuser. Einige davon sind denkmalgeschützt.
Gleich nebenan liegt Sachseln, eingebettet zwischen anmutigen Bergen am Sarnersee und im Sarnertal. Die Strecke verläuft allerdings oberhalb des Ortes. Mit einem leichten Anstieg entfernt sich der Veloweg nun vom Seeufer und führt zwischen weiten grünen Feldern und vereinzelten Bauernhäusern hindurch. Als nächstes kommt man zur Hohen Brücke, der höchsten gedeckten Brücke Europas. Zwischen Flüeli-Ranft und Kerns spannt sie sich in 100 Metern Höhe und auf einer Länge von 48 Metern über die unwirtliche Schlucht der Melchaa. Aus der Schweizer Geschichte ist diese Schlucht mit einem berühmten Namen verknüpft: Niklaus von der Flüe. Der Friedensstifter ist in Flüeli-Ranft geboren und begab sich später in diese Schlucht, wo er einsam lebte. Als Politiker, Mystiker und Visionär hatte er grossen Einfluss auf die Zeit des 15. Jahrhunderts. Erst um 1893 wurde die Brücke über die Schlucht gebaut.
Kerns holt einen dann wieder zurück in die Gegenwart. Nicht lange allerdings, weil man bald schon in den Chernwald einbiegt, welcher die beiden Halbkantone Obwalden und Nidwalden trennt. Die Route taucht hinein in einen märchenhaften Wald mit grossen Felsbrocken. Fast scheint es, als könnte jederzeit eine Fee oder ein Gnom aus dem Dickicht treten. Das Ende des Buchenwalds markiert die Kantonsgrenze zu Nidwalden.
Das Etappenziel ist nicht mehr weit entfernt. Die Veloroute endet beim Winkelrieddenkmal auf dem Stanser Dorfplatz, einer imposanten Statue für Arnold von Winkelried. Er soll am 9. Juli 1386 bei der Schlacht von Sempach ein Bündel Lanzen der habsburgischen Ritter gepackt und sich damit selbst aufgespiesst haben. Mit dieser heroischen Tat öffnete er den Eidgenossen die entscheidende Bresche, welche ihnen den Sieg über die verhassten Habsburger unter Herzog Leopold III. gebracht hatte. Fazit des Tages: Eine Schweizer Veloetappe wie aus dem Bilderbuch.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Giswil
|
|---|---|
| Zielort |
Stans
|
| Aufstieg |
360 m
|
| Abstieg |
380 m
|
| Distanz |
23 km
|
| Distanz auf Asphalt |
21 km
|
| Distanz auf Naturbelag |
2 km
|
| Konditionelle Anforderungen |
Leicht
|
| Mehr Informationen | https://schweizmobil.ch/de/veloland/route-85/etapp... |
Fakten
Routennummer
