ViaSett
Übersicht
Einleitung
Der Weg steigt an bis Del und führt dann an der Burg Riom, Heimstätte des romanischen Musiktheaters «Origen», vorbei. Savognin bildet das Etappenziel. Es offeriert seinen Sommergästen neben Gratisbergbahnen ein vielfältiges Naturerlebnisangebot.
Beschreibung
Tiefencastels geschichtliche Bedeutung geht auf dessen geografische Lage zurück. Das Dorf liegt am Zusammenfluss von Albula und Gelgia (Julia) sowie an den Verkehrsachsen Nord-Süd – von Chur zum Julier- oder Septimerpass – und West-Ost. Letztere führt von der Schinschlucht zum Albula- und über Davos zum Flüelapass ins Engadin. Auch die rhätische Bahn der Albulalinie hat einen Bahnhof in Tiefencastel. Kurz vor Filisur überquert die Bahn das Landwasserviadukt, das in einem Viertelkreis direkt in den Tunnel der nächsten Felswand taucht. Es ist eine von vielen ingenieurstechnischen Meisterleistungen auf der Albulalinie und das Wahrzeichen der rhätischen Bahn.
Für die Via Sett ist historisch gesehen der Septimerpass der wichtigste Alpenübergang. Die dritte Etappe führt zwar noch nicht bis zum Pass, aber die erste Steilstufe dorthin wird bis Savognin überwunden. Zu Beginn wird die Albula überquert. Nachdem das kleine Dorf Casti passiert wurde, folgt die nächste Überquerung der Gelgia. Diese mündet 200 Meter weiter unten in die Albula.
Nun folgt der rund einstündige Aufstieg nach Mon. Die Aussicht auf die Berggipfel des Lenzer- und Parpaner Rothorns ist einmalig. Vor den Bergen fällt zudem ein riesiger Schuttstrom auf. Es handelt sich um eine Geröllhalde rund 500 Meter oberhalb der Siedlung Brienz. Das Dorf musste im Mai 2023 wegen eines drohenden Felssturzes für 52 Tage evakuiert werden. Seit über 100 Jahren ist der Berg oberhalb von Brienz in ständiger Bewegung. Unter dem Dolomit an der Oberfläche liegt Schiefer der Allgäu-Formation und darunter Flysch. Partien dieser Gesteinsschichten bilden einen Rutschkörper, der das Dorf langsam ins Tal schiebt.
Weiter wandert man bergwärts durch lichte Waldabschnitte zum Weiler Del. Es folgen eine leichter Abstieg nach Salouf und ein Aufstieg zur Bachüberquerung der Adont. Dabei buhlen der Piz Arlos, Arblatsch und und Forbesch um das Auge des Betrachters. Auf Schotterstrassen zwischen Weideland wandert man talwärts bis Riom. Es entzückt mit schöner Kirche im Dorfkern sowie der bald 800-jährigen Burg Riom. In die denkmalgeschützte Substanz wurde ein eigenständiger «Bau im Bau» eingefügt, der 220 Theater-Zuschauenden eine einmalige Kulisse bietet.
Wenige Minuten später folgt das wunderschöne Badeseelein Lai Barnagn. Wasser und Restaurant laden zu einer Erfrischung ein, Pumptrack, Minigolf und Slackline erneut zur sportlichen Betätigung. Noch einige 100 Meter am Bachlauf der Gelgia und das Ziel der Etappe in Savognin ist erreicht. Das Dorf liegt in der Mitte vom Parc Ela, grösster Naturpark der Schweiz.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Tiefencastel
|
|---|---|
| Zielort |
Savognin
|
| Richtung |
Einweg
|
| Aufstieg |
780 m
|
| Abstieg |
460 m
|
| Distanz |
13 km
|
| Dauer |
4 h
|
| Dauer umgekehrte Richtung |
3 h 45 min
|
| Technische Anforderungen |
Mittelschwer
|
| Konditionelle Anforderungen |
Mittelschwer
|
Fakten
Routennummer
