Chemin du Vignoble
Übersicht
Einleitung
Ein kräftiges Auf und Ab am sonnenverwöhnten steilen Südhang, durch gepflegte Weinberge, kleine Winzerdörfer und historische Orte wie Saillon mit dem Minirebberg des Fälschers Farinet, oder Chamoson mit dem achteckigen Turm St-Pierre-de-Clages.
Beschreibung
Martigny liegt am Rhoneknie zwischen Wald, Felsen und Reben. Das Zentrum des neueren Stadtteils bildet die Place Centrale mit hübschen Laubengängen. Oberhalb der Holzbrücke wacht die Burg La Bâtiaz. Deren Bau ordnete 1232 der Bischof von Sitten an, Landri de Mont. Das Ziel war die Kontrolle der strategisch wichtigen Passstrasse zum Grossen St. Bernhard. Eindrücklich zeigen sich die Schneeberge im Tal, wo die Rhone ihre Kurve kriegt.
Die Etappe führt entlang des steilen Südhanges durch die Weinbaugebiete von Martigny nach Leuk. Passender als «Chemin du vignoble» könnte die Route also nicht heissen. Anhand der häufig talaufwärts gebogenen Bäume erkennt man, dass hier der Talwind stärker ausgeprägt ist als der Bergwind. Er dreht erst mit der Abkühlung der Luft am Abend. Vielerorts an der Strecke lassen sich vorzügliche Weine degustieren, etwa im langgezogenen Fully. Am «Canal de Gru» stehen Wasserpumpen, durch dessen Schläuche «flüssiges Gold» auf die vielen Gemüsefelder verteilt wird. Stolze Patrons schauen Erntehelfern bei der Arbeit zu.
Stolz dürften auch die Einwohnerinnen und Einwohner von Saillon sein. Stolz auf ihr hübsches, altertümliches Städtchen mit den gut erhaltenen Befestigungen und der savoyischen Grafenburg. Ob sie auch auf ihre lokale Berühmtheit stolz sind, den Geldfälscher Joseph Samuel Farinet? Zumindest haben sie ihm, nebst dem Museum für Falschmünzerei, auf dem «kleinsten Weinberg der Welt» drei Rebstöcke hingestellt...
Fein riechen die knorrigen Nadelbäume in Ardon, wo das Flüsschen La Lizerne auf einer schmalen Fussgänger- und Velobrücke überquert wird. Vétroz ist die Heimat des «Weissen Amigne». Die Rebsorte wurde vermutlich von den Römern eingeführt. Im Dorfkern entzückt ein lauschiges Mini-Amphitheater. «Bienvenue à Savièse», heisst es danach. Die Fahrt hinauf ins Dorf sparen wir uns für ein anderes Mal. Links und rechts scheinen die Dörfer über dem Rhonetal zu kleben. Nach La Muraz gehts dann abenteuerlich im Zickzack hinab in die Hauptstadt des Kantons Wallis. Was für ein Gegensatz, hier in Sitten geht es plötzlich wieder hektisch zu und her. Ein Besuch lohnt sich aber: Die Altstadt besticht mit französischem Flair, in der Ferne erstrahlt der markante Bietschhorn-Gipfel und über der Stadt wachen die beiden Felsbastionen mit dem imposanten Château de Tourbillon.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Martigny
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|---|---|
| Zielort |
Sion
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| Aufstieg |
460 m
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| Abstieg |
280 m
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| Distanz |
35 km
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| Distanz auf Asphalt |
34 km
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| Distanz auf Naturbelag |
1 km
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| Konditionelle Anforderungen |
Mittelschwer
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| Thema |
Durch Rebberge
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| Mehr Informationen | https://schweizmobil.ch/de/veloland/route-72/etapp... |
Fakten
Routennummer
