Kulturspur Appenzellerland
Übersicht
Einleitung
Der steile Aufstieg nach Rehetobel wird mit einmaliger Aussicht aufs Appenzellerland mit dem Alpstein im Hintergrund belohnt. Weiter über den Kaienspitz zum Biedermeierdorf Heiden mit grandiosem Panorama auf den Bodensee. Sanfter Abstieg nach Rheineck.
Beschreibung
Beim Herisauer Obstmarktplatz mit seinem verzierten Regierungsgebäude beginnt die Wanderung. Auf dem Churzenberg warten erste Ausblicke zum Säntismassiv. In dieser Gegend soll der berühmte Naturheilarzt Paracelsus zeitweise gewohnt haben. Unten im Urnäschtobel überquert man die «sprechende Brücke». Sie wird so genannt, weil verschiedene Sprüche die Dachbinder zieren. Ein steiler, waldiger Aufstieg endet in Hundwil, wo 1997 die letzte Ausserrhoder Landsgemeinde stattfand. Zeugen dieser Zeit sind stattliche Gebäude, welche die einstige Tagungswiese umrahmen.
In einem Auf und Ab erreicht man den steilen Hügelkamm des Höggwaldes. Die Ruhebänke unter den mächtigen Linden sind verlockend, um sich kurz hinzusetzen. In Stein geleitet eine gepflegte Häuserzeile zum Dorfplatz mit imposanter Kirche. Im unteren Dorfteil kann das Appenzeller Volkskunde-Museum besucht werden (vorübergehend geschlossen, Stand Jan. 2025). Es befasst sich mit der bäuerlich-sennischen Kultur sowie der Textil-Heimindustrie des Appenzellerlands. Eine weitere Attraktion im Ort ist die Schaukäserei, wo der berühmte Appenzeller Käse hergestellt wird.
Steil führt der Weg ins Sittertobel hinab, wo sich der Fluss tief in die Sandstein- und Nagelfluhschichten eingegraben hat. Skurrile Felsformationen säumen den Weg bis zum Badeplatz Strom beim Zusammenfluss von Rotbach und Sitter. Im Zickzack führt der Wanderweg zum Kloster Wonnenstein. Wer will, macht hier noch einen gut vierzigminütigen Abstecher hinunter ins Rotbachtobel und zum über 20 Meter hohen Höchfall.
Die beschriebene Kulturspur folgt einem der wichtigsten regionalen Verkehrsprojekte des 20. Jahrhunderts: der imposanten Umfahrungsstrasse mit zig Betonbrücken und Stützmauern. Teilweise wird unter den Brücken und entlang der Autostrasse gewandert. Durch die Waldschlucht des Hörlibachtobels gelangt man direkt in die Dorfstrasse von Teufen, die auch von der Eisenbahn genutzt wird. Auffallend: die feudalen Rokokohäuser ehemaliger Textilkaufleute mit Schweifgiebeln. Nach dem Zusammenbruch der Textilindustrie kam es zur Gründung mehrerer Kinderheime, Kurkliniken und Sonderschulen. Heute ist Teufen dank seiner sonnigen Lage ein begehrtes stadtnahes Wohngebiet.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Herisau
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|---|---|
| Zielort |
Teufen
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| Richtung |
Einweg
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| Aufstieg |
820 m
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| Abstieg |
760 m
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| Distanz |
15 km
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| Dauer |
5 h
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| Dauer umgekehrte Richtung |
4 h 50 min
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| Technische Anforderungen |
Leicht
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| Konditionelle Anforderungen |
Mittelschwer
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| Geeignete Jahreszeit |
März - Oktober
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| Mehr Informationen | https://schweizmobil.ch/de/wanderland/route-22/eta... |
Fakten
Routennummer
