Neckerweg
Übersicht
Einleitung
Von der Moorlandschaft der Schwägalp wandert man über ein früheres Gletschergebiet in ein heutiges Waldreservat. Nahe am Necker-Quellgebiet vorbei geht es hinunter zum schön gelegenen Ampferenboden und immer dem Fluss entlang nach St. Peterzell am Jakobsweg.
Beschreibung
Die Schwägalp am Übergang vom Appenzellerland ins Toggenburg liegt in einer Moorlandschaft von nationaler Bedeutung. Diese ist Lebensraum seltener Pflanzen und Tiere, darunter des Birkhuhns oder des fleischfressenden Sonnentaus. Einmal im Jahr steht die Schwägalp ganz im Zeichen des Schweizer Nationalsports: Es wird ein Stadion aufgebaut und ein rund 12‘000-köpfiges Publikum verfolgt dann den Schwägalp-Schwinget. Das Bergkranzfest findet jeweils im August statt und gehört zu den wichtigsten Anlässen des Schwingsports.
Im Normalfall hat es auf der Schwägalp aber keine kämpfenden Hünen, sondern friedliche Panoramafans, die weiter auf den Säntis wollen. Die Wanderung startet jedoch bei der Talstation und steigt bergab, den König des Alpsteins im Rücken. Wenige Meter und man ist inmitten der Natur: Eine reiche Pflanzenwelt gedeiht am Fuss der Säntiswand; Augentrost, Eisenhut, Gelber Enzian oder Silberdistel – sie haben sich den extremen Wetterbedingungen angepasst und sind wahre Überlebenskünstler. Kalksteinblöcke umgeben einen unterwegs, alles Zeitzeugen des Urnäsch-Gletschers. Vor rund 17‘000 Jahren befand sich hier dessen Eisrand. So blieb hier beim Abschmelzen der herangeführte Blockschutt der Säntiswand liegen.
Farn ziert dann den Wegrand bis zum Gasthaus Passhöhe. Nachdem die Passstrasse überquert ist, gelangt man in einen Wald; dann führen schön angelegte Wege und Treppen zum Chräzerenpass. Man befindet sich nun im Waldreservat Kreisalpen. Es umfasst 470 Hektar Waldfläche und ist Lebensraum für Auer-, Birk- und Haselhühner. Es folgt ein längeres Stück auf einer Asphalt- und einer Schotterstrasse bis Horn. Ein Blick zurück auf die Alpstein-Nordwand lohnt sich.
Jetzt ein Szenenwechsel: Für kurze Zeit befindet man sich auf dem Ofenloch-Weg. Die spektakuläre Schlucht, auch als Grand Canyon der Ostschweiz bezeichnet, wird am Rande gestreift. Fast erschlagen wird man von der riesigen Felswand am Eingang. Der Weg ist hier an einigen Stellen mit Seilen gesichert. Ein kurzer Aufstieg und es geht erneut bergab: im Zickzack durch den Cholwald nach Ampferenboden, ein idealer Ort für eine Rast. Hier trifft man dann auch auf den Necker, der in der Nähe des Ofenlochs entspringt. Der namensgebende Fluss begleitet einen fortan auf der Wanderung.
Stets etwas oberhalb des Flusses wird bis Mistelegg gewandert. Dieser Abschnitt dauert etwa 1,5 Stunden. Nach der Überquerung des Flusses folgen wenig später Schwanzbrugg, Neckerau und dann das Etappenziel St. Peterzell. Der ruhige Ort im Neckertal mit seinem schönen Dorfkern war einst beliebte Raststätte des Pilgerweges der Jakobsroute.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Schwägalp
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|---|---|
| Zielort |
St. Peterzell
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| Aufstieg |
500 m
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| Abstieg |
1150 m
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| Distanz |
19 km
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| Dauer |
5 h 25 min
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| Dauer umgekehrte Richtung |
6 h
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| Technische Anforderungen |
Mittelschwer
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| Konditionelle Anforderungen |
Schwierig
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| Mehr Informationen | https://schweizmobil.ch/de/wanderland/route-92/eta... |
Fakten
Routennummer
