Percorso Blenio–Lucomagno
Übersicht
Einleitung
Auf der autofreien, alten Strasse Richtung Passo del Lucomagno, von der natur geschaffenen Parklandschaft hinauf in die Kargheit der Passhöhe, Grenze zwischen Tessin und Graubünden. Abfahrt durch Val Medel und Höllenschlucht ins Klosterdorf Disentis.
Beschreibung
Valle Santa Maria – was für ein schöner Name! Der Brenno gurgelt durchs Tal, auf der Alpe Pian Segno gibt es viel Platz für Kühe und Wandernde. Der lokale Käse soll wegen der hiesigen, aromatischen Kräuter und Pflanzen ausgezeichnet schmecken. Acquacalda heisst der kleine Ort auf 1750 Meter Höhe, wo sich das Centro Pro Natura Lucomagno befindet. Hier befindet sich auch das Waldreservat Selvasecca, es ist Teil eines schweizerischen Beobachtungsnetzes der Waldreservate. Nebst zahlreichen Tieren sind hier Baumarten wie die Fichte, Lärche, Bergföhre oder Arve zu Hause.
Die Landschaft ist ein Traum, die Höhenmeter scheint man kaum wahrzunehmen. Den Steinböcken bei der Alpe Casaccia ergeht es ähnlich, nur dass sie nicht gleichmässig aufwärts ziehen, sondern im steten Auf und Ab ihre Tage verbringen. Auf 1920 Metern ist die Passhöhe erreicht und gleichzeitig die Grenze zu Graubünden. Das Restaurant auf dem Lukmanier wirbt für Kaffee und Kuchen, der Marktstand daneben für Würste, Käse, Honig, Nusstorten und weitere Spezialitäten aus den beiden Kantonen.
Östlich des Staudamms Lai da Sontga Maria wacht auf 3190 Metern der Berg Scopi. Um ins Val Medel zu gelangen, führt der Weg für Autos und Velos durch den Scopi-Tunnel – bei starkem Verkehrsaufkommen eine nicht ganz leise Angelegenheit. Es folgen weitere, kürzere «gallerias» (Tunnel). Etwa die Galleria Vallatscha Gronda, nach der sich von Neuem ein einzigartiges Panorama präsentiert. Wer nach einem ursprünglichen Pass mit Bergblumen, Torfmooren, Sümpfen, Weiden und Mähwiesen inmitten felsiger Umgebung sucht, wird am Lukmanier fündig. Eine entspannte Pause lässt sich bei der Busstation Platta Acla einlegen. Einfach mal die Beine baumeln lassen, den authentischen Weiler betrachten und den Buchfinken und Baumpiepern zuhören.
Dass auch die Kirche von Platta auf der Liste der Kulturgüter des Medel aufgeführt ist, überrascht nicht. Sogar beim blossen Vorbeisausen lässt sich erkennen, wie perfekt sie ins Landschaftsbild passt. Links von Curaglia schwebt in der Ferne eine Hängebrücke. Sie führt über eine Schieferschlucht am Rande des Weilers Mutschnengia. Diesem traumhaften Anblick folgt bald ein nächster: die Höllenschlucht (Medelserschlucht), durch die der Rein da Medel fliesst, und in der sich dieser so richtig austoben kann. Die Abfahrt ist kurz vor Disentis zu Ende. Es gilt, einen letzten Anstieg zu bewältigen. Nicht so für den Rhein, der als Rein Anteriur weiter abwärts fliesst – und zwar durch den Rheinwald, um nach über 1000 Kilometern in die Nordsee zu münden. Auf dem Velo wartet nicht die Nordsee, sondern die mächtige Benediktinerabtei. An den Mauern, wo einst der fränkische Mönch Sigisbert das Zepter führte, sonnen sich die Eidechsen. Eine Pause hat man sich nun definitiv verdient.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Camperio
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|---|---|
| Zielort |
Disentis
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| Aufstieg |
800 m
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| Abstieg |
900 m
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| Distanz |
32 km
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| Distanz auf Asphalt |
32 km
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| Konditionelle Anforderungen |
Mittelschwer
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| Thema |
Über einen Pass, Durch eine Schlucht
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| Mehr Informationen | https://schweizmobil.ch/de/veloland/route-36/etapp... |
Fakten
Routennummer
