Sentiero Alpino Calanca
Übersicht
Einleitung
Vom Rifugio Pian Grand steil aufwärts zum Fil de Bedoleta über Pässe, durch atemberaubende Lücken, durch grosse Kessel, vorbei an Seen wie Lac Trescolmen und «Herzlisee» zum Hauptstützpunkt, der einzigen bewarteten Hütte im Calancatal der Capanna Buffalora.
Beschreibung
Ein steiler Anstieg über Gneisblöcke endet auf dem höchsten Punkt des Sentiero Alpino: beim Steinmann im stark verwitterten Bedoletagrat auf 2514 Meter. Es öffnet sich ein spektakulärer Blick auf die Misoxer Berge und zum runden Lagh de Trescolmen.
Ein steil abfallender Zickzackpfad schlängelt sich durch Alpenrosen hinunter zur Alp de Trescolmen. Westwärts über die flachere Alp steigt er erneut eine Steilstufe hinunter. Leicht ansteigend erreicht man rasch einen idyllischen See, der zu einer Pause einladen würde, wäre die Etappe nicht noch sehr lang. Ein Wasserfall, der sich über die Felswände im Hintergrund in den See ergiesst, sorgt für einen gleichmässigen Wasserstand.
Vom See steigt der Weg auf die nächste Geländeschulter. Talauswärts und in ständigem Auf und Ab zwischen Felsblöcken, Erlenstauden und über kleine Bäche und Runsen erreicht man die Bocchetta del Büscenel mit dem markanten Steinmann. Nun folgt einer der ausgesetztesten Abschnitte des Sentiero, insbesondere bei Nässe und oder nach Schneefall ist hier äusserste Vorsicht geboten. Vor dem letzten Anstieg könnte man bei schlechtem Wetter über die Alp del Largè das Calancatal bei Valbella erreichen. Von der Bocchetta del Büscenel windet sich der Pfad durch eine Mulde mit Schutt und Blockgestein hinauf und führt dann über kleine Grate und Felskanzeln auf den luftigen Felsgrat der Fil de Ciar. Jäh fällt das Gelände rechts fast tausend Meter in die Tiefe. Von der Felsenkanzel wird der Blick frei Richtung Westen in den gewaltigen Felszirkus von Ganan mit dem gleichnamigen Rifugio. Über einige heikle Stellen und Felsplatten, die mit Ketten gesichert sind, führt der Weg in die Südflanke des Piz del Largè, bis er dann etwas weniger schwierig der Talflanke entlang das Rifugio Ganan erreicht. Die einfache Schutzhütte ist mit allem Nötigen für eine einfache Übernachtung ausgerüstet.
Nach dem Rifugio überquert man zwei Bäche und je nach Jahreszeit auch Schneefelder, die heikel sein können. Die Querung eines nächsten canyonartigen Einschnitts macht nur bei viel Wasser oder gefrorenem Schnee Mühe. Dann gewinnt man über Blockgestein und Geröll Richtung Süden langsam an Höhe. Beim Steinmann am Piz de Ganan überraschen der jähe Abfall ins Calancatal und der Blick in den Kranz der unzähligen Bergspitzen. Ein hölzerner Wegweiser macht darauf aufmerksam, dass nun ungefähr die Hälfte des Sentiero zurückgelegt ist. In der Ferne am Gegenhang erkennbar: die Buffalorahütte, das Tagesziel. Ausgesetzt quert der schmale Pfad den Steilhang des Fil de Dragiva, der bei Eis oder Schnee gefährlich ist. Bald blickt man in einen Felsenkessel mit dem herzförmigen Lagh de Calvaresc, bei warmem Wetter herrlich zum Baden. Über Alpweiden erreicht man die Steinhütten der Alp de Calvaresc Sora. In einem grossen Bogen in der Flanke des Corn de Golin, über Alpenrosenhänge und Steinplatten, durch lichten Wald und über sumpfige Stellen endet die anstrengende Etappe bei der bewarteten Capanna Buffalora.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Rifugio Pian Grand
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|---|---|
| Zielort |
Capanna Buffalora
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| Richtung |
Einweg
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| Aufstieg |
1300 m
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| Abstieg |
1600 m
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| Distanz |
15 km
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| Dauer |
8 h
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| Dauer umgekehrte Richtung |
6 h 45 min
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| Technische Anforderungen |
Mittelschwer
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| Konditionelle Anforderungen |
Schwierig
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| Mehr Informationen | https://schweizmobil.ch/de/wanderland/route-712/et... |
| Details | Tourenbeschreibung |
Fakten
Routennummer
