Tour du Léman
Übersicht
Einleitung
Fahrt durch die eindrückliche Naturlandschaft des Rhone-Deltas und Les Grangettes, ein Reservat für Zugvögel, das man an den Ufern eines stark überbauten Sees nicht erwartet. Dann Fahrt durch Le Bouveret und St-Gingolph, den kleinen Marktflecken an der französisch-schweizerischen Grenze.
Beschreibung
Seit 1888 verbindet eine Standseilbahn das Stadtzentrum von Thonon-les-Bains mit dem Hafen von Rives. Sie benötigt etwa anderthalb Minuten für die knapp 50 Höhenmeter. Auch ein Spaziergang in der mittelalterlichen Altstadt lohnt sich. Im Zentrum steht die Kirche St. Hippolyte aus dem 12. Jahrhundert. Im 17. Jahrhundertwurde sie mit üppigen Dekorationen und Fresken im Savoyer-Barockstil umgebaut. Die Fahrt hinab an den See macht nicht nur mit dem Funiculaire Spass, sondern auch mit dem Velo. Das Château Montjoux zeigt sich dabei von seiner Rückseite. Der bewaldete Schlosspark ist das ganze Jahr zugänglich. Sehr beliebt ist auch die Passage entlang dem Golf von Coudrée mit Hafenanlagen, Stränden und Campingplätzen.
Untersuchungen von Friedhöfen aus dem Jahr 1977 zeigen, dass Orte im Chablais wie Sciez oder Douvaine bereits in der Bronzezeit (1000 v. Chr.) besiedelt waren. Ob damals das rot leuchtende Mohnfeld von Excenevex auch schon existierte? Schliesslich gehört Schlafmohn zu den ältesten Kulturpflanzen Europas. Noch die Domaine de Rovorée passieren, dann eine Landschaft mit Riesenmammutbäumen und uralten Kastanienbäumen – und hinein ins Städtchen Yvoire mit seinen mächtigen Befestigungsanlagen. Im gut erhaltenen mittelalterlichen Dorfkern wimmelt es von Touristen, ein Besuch lohnt sich dennoch.
Auf unterschiedlichen Strassen mit unterschiedlicher Wegbeschaffenheit geht es nach dem Trubel weiter durch kleinere Dörfer wie Nernier, Messery und Chens-sur-Léman. Über der Schweizer Grenze folgt Hermance. Das Verkehrsaufkommen ist meist gering. Am Hafen dann ein Hauch von Meeresfeeling – ein wettergegerbter Fischer samt Pfeife umgeben von Fischreusen inmitten einer feinen Brise. Mais-, Sonnenblumen- und Zwiebelfelder breiten sich vor einen aus, prächtig gedeihen die Zucchetti und natürlich die Reben an den sonnenverwöhnten Hängen. Die Aussicht auf Landschaft und See ist eine Pracht!
In Corsier wurden Reste von Pfahlbausiedlungen gefunden, die ältesten Funde stammen aus der Jungsteinzeit (4400 – 3500 v. Chr.). Am See wissen kleine Segelboote spannende Geschichten zu erzählen: zum Beispiel über den Jura auf der gegenüberliegenden Seeseite oder über den Springbrunnen Jet d’Eau, dessen Fontäne mit 200 Stundenkilometern 140 Meter in die Höhe schiesst. Die Velopromenade nach Genf säumen Gelaterias. Fast schon ein bisschen wehmütig verlässt man bei der Île Rousseau, der kleinen Insel am Abfluss der Rhone, den grossen schönen See, um in die zweitgrösste Schweizer Stadt einzutauchen.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Thonon-les-Bains
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|---|---|
| Zielort |
Genève
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| Aufstieg |
400 m
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| Abstieg |
400 m
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| Distanz |
47 km
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| Distanz auf Asphalt |
47 km
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| Konditionelle Anforderungen |
Mittelschwer
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| Thema |
Entlang dem Wasser, Durch Rebberge
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Fakten
Routennummer
