Wiggertal–Glaubenberg
Übersicht
Einleitung
Gemächliche Zofinger Altstadt, Gemurmel der Wigger am Hochwasserdamm, im Ettiswiler Weiher eine schwimmende Ringelnatter, stille Einkehr in der Wallfahrtskapelle St. Ottilien, viel Vieh auf Ruswils grossen Höfen und die Kleine Emme mit steinigem Geschiebe.
Beschreibung
Über Aarburg an der Aare wacht die Burg mit eindrücklicher Festung. Die Anlage aus dem 12. Jahrhundert zählt zu den Kulturgütern von nationaler Bedeutung. Heute dient sie als kantonales Jugendheim. Beim nächsten Kreisel wacht ein Stier über den Kreisverkehr, der hier ununterbrochen rollt. Dann, auf dem Weg nach Zofingen: Schrebergärten, Fahnen und Fähnchen in allen Farben. Einst gegründet von den Froburger Grafen, ist die gut erhaltene Altstadt von Zofingen definitiv einen Halt wert. In einem grossen rechteckigen Format präsentiert sie würdevoll ihre bedeutende Vergangenheit.
An der Wigger sind die Störche Ende der 1920er-Jahre infolge der Industrialisierung und Motorisierung verschwunden. Und dann wieder aufgetaucht: Im Rahmen eines Wiederansiedlungsversuchs bezogen 1960 vier Jungstörche erfolgreich das für sie erstellte Nest auf der Turnhalle. Seither kehren wieder regelmässig Störche aus dem Süden zurück und überwintern teilweise sogar vor Ort. Im Storchendorf Brittnau scheint man sich darüber zu freuen. Schützenswert sind auch die die sogenannten «Wässermatten», die man hier im Oberaargau antrifft. Sie sind die letzten Reste einer einst im Mittelland verbreiteten Kulturform, welche mit einem weit verzweigten System von Kanälen und Schleusen nährstoffreiches Wasser zur Bewässerung und Düngung auf die Wiesen geleitet haben.
Hübsch und gepflegt präsentiert sich danach das über 450-jährige Schloss Altishofen in ländlicher Umgebung. Unmittelbar daneben kann im «Klösterli» übernachtet werden. Dafür ist es aber noch zu früh. Vorbei an Lebkuchenhaus, Pfarrhubel und Altishoferwald folgt bald Nebikon. Gemütlich wird die Etappe von der Wigger begleitet. Wer etwas über Bäume, Sträucher, Kräuter und andere Klein- und Grosslebewesen lernen möchte, ist hier am richtigen Ort: Zahlreiche Schilder am Wegrand wissen Interessantes zu erzählen. Spannend ist auch die Ronmühle: Seit über 400 Jahren steht sie hier, eine Sammlung im Inneren der alten Mühle zeigt Gegenstände des alltäglichen Lebens aus mehreren Jahrhunderten.
Ein gutes Plätzchen für eine Pause ist der «Platz des Dialoges» mit seinen drei Feuerstellen am Zusammenfluss von Wigger und Rot. An Kirchen, Kapellen und Schlössern mangelt es nicht im Luzerner Hinterland. Hübsch ist die Gegend rund um den Ettiswiler Weiher. Auch das «Grosse Mausohr» scheint sich wohlzufühlen: Der Estrich der St. Ottilienkapelle Buttisholz dient der Fledermausart als Flug- und Wohnstätte. Mächtig sind bei Ruswil nicht nur die Höfe; auch die Kühe und Salatköpfe scheinen grösser zu sein als anderswo. Rassig fährt es sich hinab nach Werthenstein, wo die Kleine Emme rund um das hochgelegene ehemalige Kloster kurvt und die Etappe endet.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Aarburg
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|---|---|
| Zielort |
Werthenstein
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| Aufstieg |
440 m
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| Abstieg |
300 m
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| Distanz |
45 km
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| Distanz auf Asphalt |
36 km
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| Distanz auf Naturbelag |
9 km
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| Konditionelle Anforderungen |
Mittelschwer
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Fakten
Routennummer
